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"Make America Great Again": Warum sich Trumps Anhänger bald die berühmte Fan-Cap nicht mehr leisten können

Es könnte sein, dass Trump-Anhänger bald auf ein beliebtes Accessoire verzichten müssen. Die berühmte rote Cap mit dem Schriftzug "Make America Great Again" könnte durch die Strafzölle gegen China doppelt so teuer werden.

Donald Trump Make-America-Great-Again-Caps würden durch Schutzzölle teurer

Das ist Globalisierung: Die roten Caps für die Anhänger von Donald Trump werden in China hergestellt

Picture Alliance

Sie waren eines der Wahrzeichen im US-Wahlkampf: Die roten Caps mit der weißen Aufschrift "Make America Great Again". Mehrere Hunderttausend Stück wurden seit Beginn des Wahlkampfes im Jahr 2015 an Trump-Anhänger verkauft und sie sind weiterhin ein Bestseller. Doch in Zukunft könnte das profitable Geschäft mit den roten Mützen einbrechen. Der Grund: Die protektionistische Handelspolitik des US-Präsidenten. Das berichtet der US-Sender ABC.

Die Trump-Mützen werden in China hergestellt. Sollte Trump weitere Schutzzölle gegen das Land erheben, wie er es angekündigt hat, würde das die Caps deutlich verteuern. Auch die Beschriftung der Mützen wird teilweise im Reich der Mitte vorgenommen. 

Firma kauft Caps auf Vorrat

Eine der Firmen, die prima vom guten Geschäft mit den Trump-Caps lebt, ist IncredibleGift aus Kalifornien. Deren Manager David Lassoff äußerte sich deutlich gegenüber ABC: "Wir verkaufen die Caps normalerweise für neun bis zwölf Dollar. Wenn wir sie in den USA herstellen würden, müssten wir bis zu 20 Dollar verlangen“, sagte er. "Sie sind unser Bestseller." Er versuche jetzt möglichst viele Caps in die Lager zu bringen, so dass man im Fall von Zollerhöhungen vorbereitet sei.

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Tatsache ist, dass die Produktion in den USA für ein kleine Firma wie IncredibleGift zu teuer und zu umständlich ist. Steuern, Gesetze und Sicherheitsvorschriften treiben die Kosten in die Höhe. Deshalb hofft Lassoff, dass Händler-Giganten wie Amazon oder Walmart Druck auf die US-Regierung aufbauen, um weitere Zölle zu verhindern.

Trump will mit Strafzöllen Handelsdefizit verringern

Trump sieht in den Strafzöllen ein Mittel, um das große Handelsdefizit der USA mit China zu reduzieren. Nach einer ersten Zollanhebung von 25 Prozent auf Importe aus China im Wert von 34 Milliarden US-Dollar sollen diesen Monat weitere auf Einfuhren in Höhe von 16 Milliarden folgen. Bis Ende August droht Trump mit Sonderabgaben von zehn Prozent auf Waren aus China im Wert von 200 Milliarden US-Dollar. Er denkt zudem an Strafzölle auf alle chinesischen Einfuhren von rund 500 Milliarden US-Dollar. Peking, aber auch die EU haben bereits mit Gegenzöllen auf US-Importe reagiert.

tis
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