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Verstorbene Supreme-Court Richterin "Wählt ihn ab!" Trump wird am Sarg von Ruth Bader Ginsburg ausgebuht

Sehen Sie im Video: Trump wird am Sarg der verstorbenen Verfassungsrichterin Bader Ginsburg ausgebuht.




Washington, D.C. (USA) Präsident Donald Trump wird ausgebuht Menschen rufen "wählt ihn ab" Er nahm Abschied von Ruth Bader Ginsburg Richterin des Obersten Gerichtshofs war verstorben Republikaner wollen ihren Posten konservativ besetzen
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Begleitet von Protesten hat US-Präsident Donald Trump der verstorbenen Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg die letzte Ehre erwiesen. Gefordert wurde unter anderem: "Respektiere ihren letzten Willen!"

US-Präsident Donald Trump ist am Sarg der verstorbenen Richterin Ruth Bader Ginsburg am Obersten US-Gericht ausgebuht worden. "Wählt ihn ab!", skandierte eine Gruppe von Leuten, die sich am Donnerstag vor dem Supreme Court versammelt hatte. Anwesende Reporter berichteten, dass auch die Worte "Würdige ihren Wunsch!" gerufen wurden. Trump und First Lady Melania verweilten einen Moment lang vor dem Sarg. Beide trugen – wie nur sehr selten – Schutzmasken.

Die linksliberale Juristin Ginsburg war am Freitag im Alter von 87 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. Ihr Leichnam wurde an den vergangenen beiden Tagen am Gebäude des Supreme Courts, unweit des Kapitols in der Washington, aufgebahrt. Zahlreiche Menschen nahmen Abschied von der beliebten Juristin, die in den Vereinigten Staaten zum Teil wie ein Popstar vergöttert wurde. Am Mittwoch hatten unter anderem bereits der frühere US-Präsident Bill Clinton und Ehefrau Hillary der Richterin ihren Respekt gezollt. 

Donald Trump will Samstag Nachfolge-Kandidatin präsentieren

Um die Nachbesetzung des freigewordenen Postens im einflussreichen Gericht ist zwischen Republikanern und Demokraten wenige Wochen vor der US-Wahl am 3. November ein erbitterter Streit entbrannt. Trump will am Samstag eine Kandidatin für die Nachfolge nominieren. Die Demokraten fordern, dass Ginsburgs Posten im einflussreichen Gericht vom Sieger der Präsidentenwahl besetzt wird. Das war nach Angaben ihrer Enkelin Clara Spera auch Ginsburgs letzter Wunsch. 

In einer neuen Umfrage des Senders CNN sprachen sich 59 Prozent der Befragten dafür aus, dass der Wahlsieger einen Nachfolger für Ginsburgs Posten benennen soll. 41 Prozent unterstützen demnach das Vorhaben Trumps, einen Kandidaten jetzt zu benennen. Der Republikaner könnte auf diese Weise - ungeachtet des Ausgangs der Wahl - die konservative Ausrichtung des Supreme Courts verstärken und langfristig zementieren. Als Favoritinnen gelten die konservativen Richterinnen Amy Coney Barrett und Barbara Lagoa. 

dho DPA AFP

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