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"New York Times"-Vergleich: Trump hat bereits sechs Mal mehr gelogen als Obama - und das ist noch nicht alles

Donald Trump lügt ausgiebig - besonders im Vergleich zu seinem Amtsvorgänger: Die "New York Times" hat die unwahren Behauptungen des aktuellen US-Präsidenten und von Barack Obama aufgelistet. So viel vorweg: Die Kluft ist groß.

Trump hat bereits sechs Mal mehr gelogen als Obama - und das ist noch nicht alles

US-Präsident Donald Trump (l.) und Amtsvorgänger Barack Obama

Eigentlich sind es harte Worte über einen US-Präsidenten, überraschen dürften sie bei diesem allerdings die wenigsten: "Trump versucht die Wahrheit irrelevant zu machen", schreibt die "New York Times". "Es schadet extrem der Demokratie und es ist kein Versehen. Es ist der Kern seiner politischen Strategie." 

Es ist überliefert, dass der 45. Präsident der Vereinigten Staaten es mit den Fakten nicht so genau nimmt. Nicht zuletzt durch die renommierte US-Zeitung, die sich bereits im Sommer "Trumps Lügen", so die Schlagzeile, angenommen hat. Von seiner Behauptung, gegen den Irak-Krieg gewesen zu sein bis zu seiner Aussage, die größte Menschenmenge bei (s)einer Inauguration aller Zeiten versammelt zu haben - die Liste vereinte alle "nachweislich und wesentlich falsche Aussagen" von Donald Trump.

Donald Trump: Lügen wie am Fließband

So hält es die "New York Times" nun auch in ihrer Neuauflage der Liste - allerdings mit einer Ergänzung: Auch die Lügen von Amtsvorgänger Barack Obama wurden gezählt und ausgewertet. "Als wir die Liste mit Trumps Lügen im Sommer veröffentlichten, hörten wir immer wieder von seinen Supportern: 'Ja, aber wenn ihr eine Liste mit bisherigen Präsidenten erstellen würdet, würde sie genau so schlimm ausfallen'", erklären die "NYT"-Autoren. "Also haben wir diese Liste angefertigt." 

Das Ergebnis: Donald Trump hat 103 "nachweislich und wesentlich falsche Aussagen" fabriziert, Barack Obama insgesamt 18. Und das ist noch nicht alles.

Bei Amtsvorgänger Obama wurde die gesamte Amtszeit, immerhin acht Jahre, ausgewertet. Donald Trump ist auf seine 103 Lügen in nur zehn Monaten als US-Präsident gekommen. Wie groß die Kluft zwischen dem Republikaner und dem Demokraten sind, veranschaulicht auch eine Grafik der "New York Times".

Trump hat bereits sechs Mal mehr gelogen als Obama - und das ist noch nicht alles

In den ersten zehn Monaten log Donald Trump laut "New York Times" 103 Mal 


Barack Obama: Lügen mit Einsicht

"Wenn wir einen weniger strengen Standard angewandt hätten, würde es für Trump noch schlimmer aussehen", schreibt die Zeitung. Er mache viel öfter irreführende und übertriebene Aussagen, etwa über Wirtschaftsstatistiken oder seine politischen Gegner, als Amtsvorgänger Obama. "Wir haben jede Behauptung ausgelassen, die plausibel verteidigt werden kann - selbst, wenn viele Menschen der Interpretation des Präsidenten nicht zustimmen. Außerdem haben wir quantitative Fehler ausgelassen, etwa Trumps häufige Ungenauigkeiten mit Zahlen." Darüber hinaus habe Obama - ebenso wie sein republikanischer Amtsvorgänger George W. Bush (2001 - 2009), dessen Lügen aufgrund von Informationsmangel nicht komplett ausgewertet wurden - immerhin aufgehört Aussagen zu wiederholen, wenn sie sich als falsch herausgestellt haben. 

Laut der "NYT"-Liste erscheinen Obamas Lügen auch harmloser. Die Unwahrheiten tendierten dazu, seine Politik erfolgreicher (als sie war) darzustellen. Beispiel: "Wir importieren heute mehr Öl als jemals zuvor", so Obama im Jahr 2009. Tatsächlich erreichte der Ölimport bereits 2005 den Höchsstand, merkt die Zeitung an.

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fs