Französischer Präsident So viel kostet die Sonnenbrille, die Emmanuel Macron in Davos trug

Emmanuel Macron mit Sonnenbrille beim Weltwirtschaftsforum in Davos
Emmanuel Macron mit Luxus-Sonnenbrille beim Weltwirtschaftsforum in Davos
© Harun Ozalp / Imago Images
Seine Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos hielt Emmanuel Macron mit Sonnenbrille auf der Nase. Kein billiges Modell – offenbar handelt es sich aber um ein Geschenk.

Donald Trump war am Dienstag beim Weltwirtschaftsforum in Davos noch nicht zugegen – so blieb der ungewöhnlichste Auftritt Emmanuel Macron vorbehalten. Unabhängig von den Inhalten seiner Rede wurde vor allem über die Sonnenbrille des französischen Präsidenten getuschelt.

Diese setzte Macron nämlich auch am Rednerpult nicht ab. In seiner Ansprache ging er nicht auf das ungewöhnliche Accessoire ein, dabei ist die Erklärung recht simpel: Der 48-Jährige leidet derzeit an einer Entzündung im Auge.

Die unliebsamen Umstände nahm der Franzose zum Anlass, bei der Veranstaltung in der Schweiz ein modisches Statement zu setzen. Bei Macrons Sonnenbrille handelte es sich um das Modell Pacific S 01 des französischen Luxusmarke Henry Jullien. Die Pilotenbrille soll sich laut Hersteller durch "Robustheit, Eleganz und Einzigartigkeit" auszeichnen. Das ist allerdings ein durchaus teures Vergnügen: Im Online-Shop von Henry Jullien wird der Preis mit 659 Euro angegeben. Das Unternehmen erklärte, Macron die Brille vor zwei Jahren geschenkt zu haben.

Emmanuel Macron sorgt für Erinnerungen an "Top Gun"

Einige Beobachter erinnerte Macrons Look an Tom Cruise im Film "Top Gun" oder die Augenklappe von Olaf Scholz, in den sozialen Netzwerken verbreiteten sich Memes mit Fotos von seinem Auftritt. Und auch die Brillenmarke bekam etwas von der Aufmerksamkeit ab: Die Suchanfragen für Henry Jullien sowie das Brillenmodell schossen vorübergehend nach oben, die Website ist teils schwer zu erreichen.

Ein Sprecher des Unternehmens sagte der Nachrichtenagentur Reuters zudem, es gebe mehr telefonische Anfragen als sonst. Die Aktien von iVision Tech, dem italienischen Unternehmen, zu dem Henry Jullien gehört, gewannen am Mittwoch zeitweise sogar um mehr als zwölf Prozent. 

Zu seinen Augenproblemen hatte sich Emmanuel Macron schon in der vergangenen Woche geäußert. "Bitte entschuldigen Sie das unschöne Aussehen meines Auges", hatte er beim Besuch eines Luftwaffenstützpunktes in Istres gesagt. Auch dort trug er zeitweise eine Sonnenbrille, als er sie abnahm, war sein Auge gerötet und blutunterlaufen. Es handele sich "um das Auge des Tigers" und um ein "Zeichen der Entschlossenheit", hatte Macron gescherzt.

Quellen: Henry Jullien, Reuters, Nachrichtenagentur AFP

epp

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