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Eric Woerth zur Bettencourt-Affäre: Acht Stunden Vernehmung, acht Stunden Dementi

Acht Stunden lang wurde Frankreichs Arbeitsminister Eric Woerth verhört, acht Stunden hörten die Mitglieder des Untersuchungsausschusses Dementi. Eric Woerth wird vorgeworfen, illegale Wahlkampfspenden von L'Oréal- Erbin Liliane Bettencourt angenommen zu haben.

In der Spendenaffäre um die L'Oreal-Erbin Liliane Bettencourt hat der französische Arbeitsminister Eric Woerth die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen. Er habe als Schatzmeister im Präsidentschaftswahlkampf 2007 nur Geld angenommen, das nach dem Gesetz zulässig gewesen sei, sagte der Anwalt des Vertrauten von Staatspräsident Nicolas Sarkozy, Jean-Yves Le Borgne zu der Vernehmung Woerths durch die Polizei in seinem Ministerium am Donnerstag.

Woerth, der sein Amt als Schatzmeisters von Sarkozys Partei UMP Ende des Monats abgibt, habe auch erklärt, bei Bettencourt nicht auf eine Einstellung seiner Frau Florence als Finanzberaterin gedrungen zu haben. Das hatte in ihrer Vernehmung auch Florence Woerth gesagt. Der Anwalt berichtete, die Vernehmung des Ministers habe lang gedauert, weil "Eric Woerth seit langem die notwendigen Erklärungen abgeben wollte, um einigen Gerüchten ein Ende zu machen, die nichts als Fantasie sind".

Woerth wird beschuldigt, im Präsidentschaftswahlkampf 2007 illegale Parteispenden von der L'Oréal-Erbin erhalten zu haben. Als Schatzmeister der Regierungspartei UMP soll er von der Milliardärin eine Spende in Höhe von 150.000 Euro in bar entgegengenommen haben.

APN / APN