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EU-Parlamentspräsident: Cox wegen Charterflügen unter Druck

Cox wegen Charterflügen unter Druck

Hamburg - EU-Parlamentspräsident Pat Cox gerät wegen einer Flugaffäre unter Druck. Wie der stern berichtet, mietete der irische Politiker wiederholt auf Kosten der Steuerzahler Charterflugzeuge an, obwohl es dafür keine klare rechtliche Grundlage gibt.

Nach Informationen des stern nutzte der Präsident 2003 fünfmal und 2002 dreimal Privatmaschinen. Vor einem Monat ließ Cox beantragen, die Nutzung von Charterfliegern ausdrücklich zu erlauben und die Regeln damit nachträglich "der derzeit üblichen Praxis" anzupassen. Das dafür zuständige Parlamentsgremium schmetterte diesen Vorschlag jedoch in geheimer Sitzung einstimmig ab.

Trotz dieser Abfuhr will Cox auch in Zukunft Flugzeuge chartern, wenn er das für nötig hält. Anders sei es "praktisch unmöglich", von seinem Heimatflughafen im südirischen Cork entfernte Ziele in Osteuropa zu erreichen, sagte sein Sprecher dem stern. Der Präsident muss sich nun auf ein parlamentarisches Nachspiel einstellen. Die grüne Europaabgeordnete und Haushaltsexpertin Heide Rühle sagte dem stern, diese "peinliche" Praxis müsse gestoppt werden.

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