Euro-Finanzminister beschließen Hilfe Griechen bekommen 110 Milliarden Euro


Die Finanzminister der Euro-Staaten sind sich einig: Griechenland erhält in den kommenden drei Jahren 110 Milliarden Euro. Damit soll die Staatspleite verhindert werden. Deutschland beteiligt sich an dem Hilfspaket mit rund 22 Milliarden Euro.

Die Finanzminister der Euro-Staaten haben am Sonntag in Brüssel den Rettungsplan für Griechenland beschlossen, wie der Präsident der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, mitteilte. Das Rettungspaket hat ein Volumen von 110 Milliarden Euro für die nächsten drei Jahre. Damit soll der drohende Staatsbankrott abgewendet werden.

80 Milliarden Euro werden von den Staaten der Euro-Zone, der Rest vom Internationalen Währungsfonds (IWF) aufgebracht. 30 Milliarden Euro sind für dieses Jahr vorgesehen. Die ersten Beträge sollen vor dem 19. Mai ausbezahlt werden, wenn griechische Schulden fällig werden.

Griechenland hat sich die Milliardenhilfe seiner Euro-Partner teuer erkauft. Finanzminister Giorgos Papakonstantinou sagte am Sonntag für die nächsten drei Jahre ein Sparprogramm im Umfang von 30 Milliarden Euro zu. Die Einschnitte seien Bedingung für die Freigabe der Kredite der Euro-Staaten und des IWF erklärte er: "Wir haben die Wahl zwischen Zusammenbruch oder Rettung."

Deutschland muss sich an dem Hilfspaket für Griechenland mit rund 22 Milliarden Euro beteiligen. Das gab Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Sonntag in Brüssel bekannt. Dies sei die Obergrenze für die kommenden drei Jahre, sagte er nach der Krisensitzung der Euro-Finanzminister.

DPA/APN DPA

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