Fauxpas Sarkozy blamiert sich in Washington


War er schlecht vorbereitet? Im Rahmen einer Veranstaltung machte der französische Präsident Nicolas Sarkozy eine Bemerkung über Einwanderung - und nannte ausgerechnet US-Außenministerin Condoleezza Rice als passendes Beispiel. Ein peinlicher Fauxpas.

Dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy ist bei seinem ersten Staatsbesuch in den USA ein kleiner Ausrutscher passiert: Er hat US-Außenministerin Condoleezza Rice irrtümlich als Einwanderin bezeichnet.

Rice und ihre Amtsvorgänger Madeleine Albright und Colin Powell seien nicht seit langem US-Bürger. "Mehr als 20 Jahre waren ihre Außenminister Amerikaner anderer Abstammung", sagte Sarkozy in einer offenbar spontanen Bemerkung vor einer französisch-amerikanischen Handelsvereinigung in Washington.

Doch Rices Familie ist mindestens seit der Generation ihrer Urgroßeltern amerikanisch. Die Eltern ihres in New York geborenen Vorgängers Powell waren aus Jamaika eingewandert. Albrights Familie wanderte nach dem Zweiten Weltkrieg aus der damaligen Tschechoslowakei aus. Albright nahm die amerikanische Staatsbürgerschaft später an.

Einwanderung ist für Sarkozy ein wichtiges politisches Thema: Er ist selbst Sohn eines ungarischen Einwanderers und in seinem Kabinett sind drei Minister afrikanischer Abstammung vertreten.

AP AP

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