VG-Wort Pixel

Frankreichs Verlust der Bestnote Regierung macht Vorgänger für Moody's-Urteil verantwortlich


Nachdem die Rating-Agentur Moody's Frankreich seine Bestnote entzogen hat,sucht die Regierung nach Erklärungen. Damit seien Fehler der Vergangenheit bestraft worden, heißt es aus Regierungskreisen.

Nach dem Entzug der Bestnote für Frankreich durch die US-Ratingagentur Moody's ist die Regierung in Paris bemüht, Zweifel an ihrer Reformpolitik zu zerstreuen. Ein Vertrauter des sozialistischen Präsidenten François Hollande sagte am Dienstag, die Herabstufung "bestraft Fehler der Vergangenheit", denn Moody's verweise mehrfach auf Versäumnisse von Vorgängerregierungen. Die "Diagnose" von Moody's zum Zustand der französischen Wirtschaft stimme mit der Einschätzung der sozialistischen Regierung überein. "Dies bestätigt unsere Wirtschaftsstrategie."

Zehn Monate nach der Ratingagentur Standard & Poor's hatte am Montagabend auch Moody's die Kreditwürdigkeit des Landes von Aaa auf Aa1 abgestuft. Zur Begründung verwies sie unter anderem auf schlechte Wachstumsaussichten infolge des anhaltenden Verlustes der Wettbewerbsfähigkeit. Kurz nach der Entscheidung hatte bereits Finanzminister Pierre Moscovici auf die Verantwortung der konservativen Vorgängerregierung von Ex-Präsident Nicolas Sarkozy verwiesen.

Die französische Regierung hatte Anfang November den Bericht eines Regierungsberaters zu Wettbewerbsdefiziten des Landes vorgelegt und daraufhin unter anderem die Senkung der Unternehmensteuern um jährlich 20 Milliarden Euro beschlossen. Moody's bezeichnete allerdings am Montag die von den Sozialisten angekündigten Reformen als nicht ausreichend, um die Wettbewerbsfähigkeit des Landes wiederherzustellen.

steh/AFP AFP

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker