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Gaza-Konflikt: Israel legt erneut Hochhaus in Schutt und Asche

Kein Ende der Gewalt im Nahen Osten: Militante Palästinenser schießen weiter mit Rakten, Israel fliegt Luftangriffe auf Gaza. In der Nacht bombardierte die Armee offenbar ein 13-stöckiges Haus.

Die israelische Luftwaffe setzt ihre gezielten Angriffe auf Hochhäuser in Gaza fort. In der Nacht zum Dienstag wurde nach palästinensischen Angaben ein 13-stöckiges Gebäude im Süden der Stadt am Mittelmeer bombardiert. Das Al-Bascha-Gebäude sei dabei in Schutt und Asche gelegt worden. Laut Augenzeugen seien zwei Menschen gestorben, etwa 20 wurden verletzt.

Zuvor hatte die Luftwaffe einen Wohn- und Geschäftskomplex mit 100 Wohnungen und 150 Geschäften im Norden der Stadt mit zahlreichen Raketen beschossen und schwer beschädigt. Am Samstag hatte Israel ein 13-stöckiges Hochhaus mit 44 Wohnungen vollkommen zerstört.

Eine israelische Armeesprecherin teilte am Dienstag mit, seit Mitternacht seien mehr als 15 Ziele in dem Palästinensergebiet angegriffen worden.

Raketenalarm in mehreren israelischen Städten

Unterdessen sollen militante Palästinenser am Dienstagmorgen erneut eine Raketensalve auf mehrere israelische Städte abgefeuert haben. Auch in Tel Aviv heulten die Warnsirenen. Ein Geschoss sei über dem Großraum der Küstenmetropole abgefangen worden, teilte die Armee mit. Es waren dumpfe Explosionen zu hören. Auch in den Küstenstädten Aschkelon und Aschdod sowie weiteren Ortschaften gab es Raketenalarm. In Aschkelon sei eine Rakete in einem Haus eingeschlagen und habe es schwer beschädigt.

Zum zweiten Mal binnen zwei Tagen waren am Montagabend aus dem Libanon abgefeuerte Raketen des Typs Katjuscha in Israel eingeschlagen. Nach Angaben der Armee gingen zwei Geschosse in Galiläa nieder. Eine Rakete sei in der Nähe der Grenzstadt Kiriat Schmona und eine weitere in der Nähe der Grenze eingeschlagen, teilte der israelische Rundfunk mit. Israelische Artillerie bombardierte nach Militärangaben den Abschussort.

mod/DPA / DPA