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Gefechte auf Sinai-Halbinsel Militante greifen ägyptische Sicherheitskräfte an


Islamistische Kämpfer haben das Hauptquartier der ägyptischen Sicherheitskräfte auf der Sinai-Halbinsel angegriffen. Militär und militante Islamisten liefern sich dort seit Wochen Kämpfe.

In Ägypten haben Bewaffnete das Hauptquartier der Sicherheitskräfte im Nord-Sinai mit Panzerabwehrraketen angegriffen. Nach offiziellen Angaben richteten sich die Attacken gegen ein Gebäude der Sicherheitskräfte in der nördlichen Ortschaft al Arisch. Nach Angaben von Augenzeugen kam es anschließend zu einem mehr als einstündigen Schusswechsel zwischen den Angreifern und Sicherheitskräften, die vom Dach ihres Stützpunkts aus feuerten. Bei einem weiteren Angriff von Islamisten wurden drei ägyptische Polizisten verletzt.

Wie die Nachrichtenagentur DPA aus Sicherheitskreisen erfuhr, handelte es sich bei dem Angriff um einen Racheakt für die Militäraktionen gegen militante Islamisten in den vergangenen Wochen auf der Halbinsel.

Mehr als 30 Kämpfer sterben bei Militäreinsätzen

Auf dem Sinai waren am 5. August bei einem Angriff 16 ägyptische Grenzschützer getötet worden. Daraufhin startete die Armee einen großangelegten Einsatz in der Region, die an Israel und den palästinensischen Gazastreifen grenzt. Bei den Militäreinsätzen wurden inzwischen mehr als 30 militante Kämpfer getötet.

Laut dem Friedensvertrag mit Israel ist die Präsenz der ägyptischen Sicherheitskräfte auf der vor allem von Beduinen besiedelten Halbinsel beschränkt. Infolge des Sturzes des langjährigen Präsidenten Husni Mubarak im Februar 2011 gab es auf dem Sinai eine deutliche Zunahme von Anschlägen.

Die israelische Fluggesellschaft El Al kündigte derweil laut einem Medienbericht an, erstmals seit dem Friedensabkommen von aus dem Jahr 1979 nicht mehr die ägyptische Hauptstadt Kairo anzufliegen. Die Zeitung "Maariv" zitierte aus einem Schreiben von El-Al-Chef Elieser Schkedi an das Außenministerium, dass die Verbindung wegen der hohen Kosten für die Sicherheitsvorkehrungen "umgehend" eingestellt werde. Seit dem Jahr 1979 flog El Al einmal pro Woche von Tel Aviv nach Kairo. Das Außenministerium bestätigte zunächst nur den Eingang des Briefs.

tkr/DPA/AFP DPA

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