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Sicherheitswarnung für Ägypten Auswärtiges Amt rät zu Vorsicht auf dem Sinai


Raketenfund an der Grenze zum Gazastreifen, Beschuss und Entführung von Fahrzeugen der Sinai-Friedenstruppe: Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen durch Ägypten.

Das Auswärtige Amt hat seine Sicherheitshinweise für Ägypten verschärft. Seit Donnerstag raten die Diplomaten von Reisen in den Nord-Sinai und das Grenzgebiet zum palästinensischen Gazastreifen dringend ab. Überlandfahrten sollten generell vermieden werden, vor allem nachts.

Die ägyptischen Sicherheitsbehörden fanden in der Ortschaft Scheich Suweid, 15 Kilometer westlich der Grenze zum Gazastreifen, drei Raketen. Diese hätten nach einem Bericht des Nachrichtenportals "Ahram Online" durch einen der zahlreichen Schmugglertunnel zu den Palästinensern gebracht werden sollen.

Am Donnerstag reisten erneut mehrere arabische Delegationen über den Grenzübergang Rafah nach Gaza, um dort Hilfsgüter an die Palästinenser zu verteilen. Bewaffnete feuerten unterdessen auf ein Fahrzeug der internationalen Sinai-Friedenstruppe. Ein zweites Auto der Truppe wurde nach Augenzeugenberichten "entführt". In der Nähe ihres Stützpunktes war am Vortag ein junger Mann erschossen worden, der gegen die israelischen Angriffe im Gazastreifen protestiert hatte. Eine Gruppe, die sich Salafistische Dschihadisten auf dem Sinai nennt, forderte in einer Erklärung die Todesstrafe "für jeden, der das Blut der muslimischen Bewohner des Sinai vergießt".

nw/DPA DPA

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