VG-Wort Pixel

Neu Angriffe auf Sinai Ägyptische Armee verfolgt und tötet 20 Bewaffnete


Auf der Halbinsel Sinai wehrt sich die ägyptische Armee weiter gegen Attacken unbekannter Angreifer. 20 Bewaffnete wurden verfolgt und getötet. Weitere Attentäter werden von Bodentruppen verfolgt.

Nur wenige Tage nach dem blutigen Anschlag auf ägyptische Grenzsoldaten sind in der Nacht zum Mittwoch erneut Soldaten auf der Halbinsel Sinai unter Beschuss geraten. Die ägyptischen Streitkräfte setzten daraufhin bei der Verfolgung Kampfhubschrauber gegen die unbekannten Angreifer ein, berichtete die Zeitung Al-Ahram auf ihrer Webseite. Bei den Luftschlägen seien 20 Bewaffnete getötet und Dutzende Menschen verletzt worden, hieß es.

Zuvor waren mehrere Kontrollpunkte der ägyptischen Armee und Polizei in Al-Arish, der Hauptstadt der Provinz Nord-Sinai, beinahe zeitgleich aus vorbeifahrenden Autos beschossen worden, teilten die Sicherheitskräfte mit. Auch eine von der Armee kontrollierte Fabrik wurde beschossen. Mindestens ein Zivilist und ein Polizist seien dabei verletzt worden.

Beschuss von Geländewagen aus

Nach Berichten von Augenzeugen hatten Bewaffnete in den Geländewagen, von denen die Kennzeichen entfernt worden waren, das Feuer aus automatischen Waffen eröffnet. Die Sicherheitskräfte erwiderten den Beschuss, woraufhin die Angreifer mit hoher Geschwindigkeit davonfuhren. Einheiten der Armee nahmen umgehend die Verfolgung auf und suchen in der gebirgigen Gegend weiter nach den Attentätern.

Erst am Sonntag hatten unbekannte Bewaffnete auf der Halbinsel Sinai 16 ägyptische Soldaten in der Nähe des palästinensischen Gazastreifens getötet. Anschließend waren mehrere Angreifer mit einem erbeuteten gepanzerten Fahrzeug nach Israel eingedrungen, wo sie vom israelischen Militär getötet wurden.

Mursi bleibt Begräbnis der Soldaten fern

Der islamistische Staatspräsident Mohammed Mursi blieb am Dienstag dem Staatsbegräbnis der getöteten ägyptischen Soldaten fern - aus Sicherheitsgründen, wie es hieß. Ministerpräsident Hischam Kandil wurde von einem aufgebrachten Mob an der Teilnahme gehindert.

dho/DPA/AFP DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker