Gelbes Meer Seegefecht zwischen Nord- und Südkorea


Zwei Kriegsschiffe aus Nord- und Südkorea haben sich einem Agenturbericht zufolge ein kurzes Feuergefecht im Gelben Meer geliefert. Ein nordkoreanisches Patrouillenboot sei in südkoreanische Gewässer eingedrungen, meldete die Nachrichtenagentur Yonhap am Dienstag unter Berufung auf südkoreanische Regierungskreise.

Zwei Kriegsschiffe aus Nord- und Südkorea haben sich einem Agenturbericht zufolge ein kurzes Feuergefecht im Gelben Meer geliefert. Ein nordkoreanisches Patrouillenboot sei in südkoreanische Gewässer eingedrungen, meldete die Nachrichtenagentur Yonhap am Dienstag unter Berufung auf südkoreanische Regierungskreise.

Ein südkoreanisches Schiff habe mehrere Warnschüsse abgefeuert, um die Nordkoreaner zur Umkehr zu zwingen. Das nordkoreanische Boot habe diese aber ignoriert und stattdessen selbst zurückgefeuert. Offenbar wurde das nordkoreanische Boot bei dem Feuergefecht beschädigt. Tote habe es wohl nicht gegeben. Eine offizielle Bestätigung oder Stellungnahme lag zunächst nicht vor.

In den vergangenen zehn Jahren kam es an der zwischen beiden Staaten umstrittenen Seegrenze bereits zwei Mal zu Seegefechten. Dabei gab es auch Tote. Die Zusammenstöße in den Jahren 1999 und 2002 entlang der sogenannten Northern Limit Line ereigneten sich jeweils im Juni zum Höhepunkt der dreimonatigen Krabbensaison, in der die Fischereiflotten um die größten Schwärme konkurrieren. Die Northern Limit Line wurde nach Ende des Korea-Kriegs von 1953 von den US-geführten UN-Truppen festgelegt. Der Norden erkennt sie nicht an.

An der Börse in Seoul sorgte der Bericht nur kurzzeitig für Unruhe. Der Kospi-Index notierte 0,4 Prozent im Plus.

Reuters Reuters

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