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Gipfel in Helsinki: "Donald Trump liebt Putin, Putin liebt Donald Trump"? Es ist kompliziert!

Donald Trump ist ein Fan von Wladimir Putin. Nun haben sich die beiden das erste Mal alleine getroffen - glaubt man den Bildern des Gipfels, war es eher ein unangenehmes Beziehungsgespräch.

Donald Trump Wladimir Putin

Wladimir first: Zum ersten Mal treffen sich Donald Trump und Putin ganz allein - unter vier Augen und nicht nur am Rande eines Gipfels wie bei G20 oder in Vietnam. Beim Gang vor die Presse überlässt US-Präsident seinem russischen Kollegen den Vortritt

AFP

Beinahe jedes größere Treffen mit den Kollegen aus anderen Staaten wurde von Pöbeleien, abschätzigen Bemerkungen und Drohungen seitens des US-Präsidenten begleitet. Beim erst wenige Tage zurückliegenden Nato-Gipfel in Brüssel war das wieder zu beobachten. Manche Beobachter halten diese Unsportlichkeiten für eine Art von Verhandlungsstrategie: Trump droht und erhöht den Druck, um am Ende mit einem besseren Ergebnis da zu stehen. Ob das funktioniert? Schwer zu sagen. Nach dem Nato-Treffen hatte sich Trump zwar damit gebrüstet, den Bündnisstaaten mehr Geld aus den Rippen geleiert zu haben, aber verbindliche Zusagen gibt es bislang nicht.

Und nun das Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin, den Trump auf eine befremdliche Art bewundert. Anders als Verbündete wie May oder Merkel hat er noch nie ein schlechtes Wort über den russischen Präsidenten verloren. Im Gegenteil: "Putin hat gesagt, Donald Trump ist ein Genie." "Donald Trump liebt Putin, Putin liebt Donald Trump", sind O-Töne Donald Trumps. Aber auch: "Präsident Putin, Russland und Iran sind verantwortlich für die Rückendeckung des Tieres Assad." Es ist also kompliziert - wie sich auch wieder auf dem ersten bilateralen Gipfel in Helsinki wieder zeigte.

nik
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