HOME

Griechenlands Schuldenkrise: Hausfrauen und Touristen sollen zu Steuerfahndern werden

Im Kampf gegen die Schulden will Griechenland nun auf unkonventionelle Methoden setzen: Studenten, Hausfrauen und sogar Touristen sollen als Steuerfahnder eingesetzt werden, um Geld einzutreiben.

Im Kampf gegen die Steuerhinterziehung schlägt Athen auch höchst unkonventionelle Maßnahmen vor: So sollen einfache Bürger als Amateur-Steuerfahnder eingesetzt werden. In einem am Freitag veröffentlichten Brief an Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem schlägt der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis dazu unter anderem vor, "eine große Zahl nicht professioneller Inspektoren" nach einer kurzen Ausbildung für begrenzte Zeit als Steuerfahnder einzusetzen.

Sie sollen mit Video- und Audio-Aufnahmegeräten ausgerüstet Fälle von Steuerhinterziehung dokumentieren - etwa festhalten, ob Tavernen anders als vorgeschrieben ihren Gästen keine Quittung ausstellen. Varoufakis will dafür Studenten, aber auch Hausfrauen oder sogar Touristen einsetzen, die nach Stunden bezahlt werden sollen.

Im Feburar hatte sich die Euro-Gruppe darauf geeinigt, das Hilfsprogramm für Griechenland um vier Monate zu verlängern. Bedingung hierfür ist allerdings, dass das Land für die vorgelegten Reformvorschläge konkrete Maßnahmen ergreift.

mh/DPA / DPA