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"Inside America" "Angry Black Woman": Wie Donald Trump und die Republikaner Kamala Harris angreifen

Kamala Harris, Vize-Präsidentschaftskandidatin der Demokraten
Kamala Harris, Vize-Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, während der TV-Vize-Präsidentschaftsdebatte mit Vizepräsident Mike Pence. Die Republikaner giften im Wahlkampf gegen die Frau, die gute Chancen hat Geschichte zu schreiben
© DPA
Kamala Harris hält sich bisher im Wahlkampf ziemlich zurück. Dabei fahren die Republikaner harte Attacken gegen die demokratische Vizekandidatin. Trump nennt sie gar ein "Monster". US-Korrespondent Jan Christoph Wiechmann über Rassismus und Sexismus im Wahlkampf.

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Noch 20 Tage bis zur Wahlnacht. Kamala Harris hält sich bisher im Wahlkampf ziemlich zurück, aber wenn sie nur darum bittet, nicht unterbrochen zu werden, wie zuletzt bei der TV-Debatte gegen Trumps Vize Mike Pence, fahren die Republikaner die üblichen stereotypischen Attacken gegen schwarze Frauen. Trump nennt sie gar ein "Monster".

Aber wie darf eine schwarze Frau sein? Darf sie stark sein? Laut? Darf sie fordernd sein? Oder ist sie dann gleich wieder eine "Angry Black Woman". Eine seltsame Debatte ist entbrannt im Amerika, so kurz vor der Wahl.

Und dabei fragt keiner, wie ein weißer Mann sein darf. Von Trump weiß man, wie ein weißer Mann sein kann, dass er chronisch lügt, ein Hochstapler ist, ein Angeber, ein Mann, der Frauen belästigt. Ausgerechnet der US-Präsident greift immer wieder schwarze Frauen besonders gerne an, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen.

Aber in den USA hat es fast schon Tradition: Frauen, die für ihre Rechte kämpfen, die sich nicht unterbrechen lassen, werden im US-Wahlkampf gerne vom Gegner, aber auch aus den eigenen Reihen heraus, als unsympathisch gebrandmarkt. Hilary Clinton hatte auch das den Sieg gekostet. 

mis

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