Irak 31 Tote bei Hubschrauberabsturz


Es handelt sich vermutlich um den bislang schwersten Vorfall bei den US-Truppen im Irak: Mindestens 31 Menschen sind bei dem Absturz eines US-Hubschraubers an der Grenze zu Jordanien getötet worden.

Beim Absturz eines Transporthubschraubers der US-Marineinfanterie sind am Mittwoch im Irak 31 Menschen ums Leben gekommen. Wie die US-Streitkräfte am Mittwoch in Bagdad mitteilten, ereignete sich der Vorfall im Westen in der Nähe der Ortschaft Rutba. Eine offizielle Stellungnahme des US- Verteidigungsministeriums lag bislang nicht vor.

Nähere Angaben zur Nationalität der Opfer oder zur Frage, wie viele von ihnen Soldaten waren, wurden zunächst nicht gemacht. Auch zur Absturzursache wurde nichts mitgeteilt. Der Hubschrauber des Typs CH-53 Sea Stallion - regulär kann er 37 Passagiere aufnehmen, möglich sind bis zu 55 - war in der Nacht während eines Einsatzes abgestürzt. Augenzeugen berichteten, sie hätten den Eindruck gehabt, der Helikopter sei von einer Rakete getroffen worden und sei dann am Boden explodiert. Ein zweiter Hubschrauber sei ebenfalls unter Feuer gekommen.

Es war in jedem Fall der folgenreichste amerikanische Hubschrauberabsturz im Irak. Seit der Besetzung des Iraks vor fast zwei Jahren sind noch niemals so viele amerikanische Militärs auf einmal umgekommen. Am 15. November 2003 waren 17 US-Soldaten bei einem Hubschraubereinsatz getötet worden. Die US-Armee hat nach einer Studie der Brookings Institution seit Beginn des Irak-Konflikts im März 2003 mindestens 33 Helikopter verloren, mindestens 20 davon wurden abgeschossen.

Bundeswehrsoldaten stürzten 2002 ebenfalls mit einem CH-53 ab

Hubschrauber des Typs CH-53 werden auch von der deutschen Bundeswehr eingesetzt und auch hier kam es bereits zu einem Absturz. Am 21. Dezember 2002 stürzte wenige Kilometer östlich von Kabul ein Bundeswehr-Hubschrauber vom Typ Sikorsky-CH-53 ab. Die sieben Soldaten im Alter von 24 bis 53 Jahren waren auf der Stelle tot. Einer vorläufigen Untersuchung zufolge waren Wartungsfehler die Ursache. Die Maschine befand sich auf einem Routine-Erkundungsflug zwischen dem Internationalen Flughafen der Hauptstadt und dem deutschen Lager, als in 70 Meter Höhe Flammen aus dem Triebwerk schlugen.

DPA DPA

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