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Irak: Mehr als 50 Menschen sterben bei Attentaten

Es waren koodinierte Anschläge, und sie forderten viele Opfer: Bei insgesamt 20 Explosionen und direkten Angriffen sind im Irak mehr als 50 Menschen getötet worden, Hunderte wurden verletzt.

Bei einer Anschlagsserie im Irak sind mehr als 50 Menschen ums Leben gekommen. Zudem seien bei den Attentaten gegen Schiiten am Dienstag mindestens 171 Menschen verletzt worden, teilten Sicherheits- und Rettungskräfte mit. Insgesamt ereigneten sich demnach 20 Explosionen und mehrere direkte Angriffe mit Feuerwaffen.

Sprengsätze seien unter anderem in dem sunnitischen Stadtteil al Adhamija und in dem von Schiiten bewohnten Viertel al Kadhemija in der Hauptstadt Bagdad detoniert, teilte die Polizei mit. Auch in den Provinzen Dijala und Babil explodierten kurz hintereinander mehrere Autobomben. Nach Informationen des Nachrichtensenders al Arabija kamen dabei insgesamt 56 Menschen ums Leben, etwa 200 weitere wurden verletzt.

Höchste Opferzahl seit Monaten

Die Zahl der Toten war einer Aufstellung der Nachrichtenagentur AFP zufolge so hoch wie seit sechs Monaten nicht mehr bei Anschlägen. In den vergangenen Monaten hatten sunnitische Aufständische mit Verbindungen zum Terrornetzwerk al Kaida immer wieder Anschläge auf Schiiten sowie auf Vertreter von Regierung, Justiz und Sicherheitskräften verübt.

Die Regierung sagte wegen der schlechten Sicherheitslage die für den 20. April geplante Provinzratswahl ab, wie das staatliche Fernsehen berichtete. Die Abstimmung werde um sechs Monate verschoben.

tkr/DPA/AFP / DPA