Irak Minarette der Askarija-Moschee zerstört


Für die Schiiten ist die Askarija-Moschee in Samarra heilig. Als Rebellen im Februar 2006 die goldene Kuppel zerstörten, eskalierte der blutige Streit zwischen Schiiten und Sunniten dramatisch. Nun haben Attentäter auch die Minarette gesprengt.

Die für Schiiten bedeutende Goldene Moschee in Samarra ist abermals Ziel eines Anschlags geworden. Irakische Aufständische sprengten am Mittwochmorgen die beiden Minarette der Askarija-Moschee, wie die Polizei mitteilte. Berichte über Opfer lagen zunächst nicht vor.

Im Februar 2006 wurde die goldene Kuppel der Moschee bei einem Bombenanschlag zerstört. Für den Anschlag wurden sunnitische Extremisten mit Verbindungen zu Al Kaida verantwortlich gemacht . Seitdem sind die blutigen Auseinandersetzungen zwischen Schiiten und Sunniten im Irak ständig eskaliert. Die Moschee wurde geschlossen und von Sicherheitskräften umstellt. Diese konnten die Sprengung der Minarette am Mittwoch jedoch nicht verhindern.

Drei US-Soldaten tot

Es wurde befürchtet, dass die Gewalt zwischen den verfeindeten Religionsgruppen nunmehr erneut ansteigen könnte. In der Askarija-Moschee befinden sich die Grabstätten des 10. und 11. Imams, die 868 beziehungsweise 874 starben. Beide sind Nachkommen des Propheten Mohammed und gelten bei den Schiiten als dessen rechtmäßige Erben.

Bei der Detonation von Sprengsätzen am Straßenrand wurden zwei weitere US-Soldaten getötet, wie die Streitkräfte am Mittwoch mitteilten. Die Anschläge ereigneten sich im Osten und im Süden von Bagdad. Des weiteren kam bei Kämpfen in der Unruheprovinz Anbar ein Marineinfanterist ums Leben.

AP AP

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