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Trauerfeier im Iran Soleimanis Tochter droht "verrücktem Trump" mit toten US-Soldaten

Seinab Soleimani
Seinab Soleimani, Tochter des getöteten Top-Generals Soleimani, bei der Trauerfeier in Teheran
© AFP
Der Iran trauert um den getöteten Ghassem Soleimani und überzieht die USA mit Drohungen: "Die Familien von US-Soldaten werden ihre Tage damit verbringen, auf den Tod ihrer Kinder zu warten", sagte etwa Seinab Soleimani, Tochter des Generals.

Nach dem tödlichen US-Luftangriff auf den iranischen General Ghassem Soleimani überziehen sich Washington und Teheran mit immer schärfer werdenden Drohungen. Die Tochter des in dem Land verehrten, zweitmächtigsten Mannes äußerte sich bereits zum zweiten Mal öffentlich. Sie schwört Rache für ihren Vater und kündigt einen "schwarzen Tag" für die USA und Israel an: "Die Familien von US-Soldaten im Nahen Osten werden ihre Tage damit verbringen, auf den Tod ihrer Kinder zu warten", sagte Seinab Soleimani bei einer Trauerfeier in Teheran. "Verrückter Trump, denke nicht, dass mit dem Märtyrertod meines Vaters alles vorbei ist", sagt sie weiter.

"USA werden hohen Preis zahlen"

Andere einflussreiche Iraner äußerten sich ähnlich: Ali Chamenei, der oberste Geistliche des Landes, sagte: "Die USA haben einen schweren Fehler begangen und es wäre nicht ratsam, sie ungestraft davonkommen zu lassen." Präsident Hassan Ruhani kündigte ebenfalls Rache an: "Was die USA gemacht haben, war ein terroristische Akt, und dafür müssen sei einen hohen Preis bezahlen." In einem Beschluss des iranischen Sicherheitsrats heißt es der staatlichen Nachrichtenagentur Isna zufolge: "Die USA sollten wissen, dass dies bis jetzt ihr größter strategischer Fehler in der Region war und dass sie aus dieser Sache nicht heil davonkommen werden." 

In der Hauptstadt Teheran haben sich auch am Montag Tausende von Menschen zu einer Trauerfeier für Soleimani versammelt. Ajatollah Ali Chamenei sprach ein Gebet am Sarg des Getöteten. Zugegen waren Staatschef Ruhani, Parlamentspräsident Laridschani und der Chef der einflussreichen Revolutionsgarden. Außer Soleimanis Tochter Seinab war auch sein Sohn anwesend. Von Teheran aus soll die Leiche in die schiitische Hochburg Ghom, südlich von Teheran gebracht werden. Die Beisetzung findet am Dienstag in Soleimanis Geburtsort Kerman im Südosten statt.

Quellen:Sky News, DPA, AFP

nik

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