VG-Wort Pixel

Iran präsentiert Bomber-Drohne "Der Botschafter des Todes"


Irans Präsident fährt schwere Geschütze auf: Als "Botschafter des Todes" bezeichnete Mahmud Ahmadinedschad eine neue Bomber-Drohne seines Landes. Einen Tag nach der Inbetriebnahme des Reaktors in Buschehr weckt diese Präsentation alte Zweifel am angeblich friedlichen Atomprogramm.

Der Iran hat seine erste selbst entwickelte Bomber-Drohne der Öffentlichkeit präsentiert. Präsident Mahmud Ahmadinedschad stellte das vier Meter lange, unbemannt fliegende Flugzeug am Sonntag vor. "Der Jet ist Botschafter des Todes für die Feinde der Menschheit", sagte Ahmadinedschad in einer vom Fernsehen übertragenen Zeremonie. Laut staatlichem Fernsehen hat die Drohne eine Reichweite von 1000 Kilometern. Damit kann sie von Iran aus nicht Israel erreichen.

Die Langstrecken-Drohne ist Teil eines iranischen Programms, sich mit selbst entwickelten Waffen unabhängig von ausländischen Lieferungen zu machen. Zu technischen Details der "Karrar" - "Stürmer" auf Farsi - hieß es, sie könne entweder bis zu vier Marschflugkörper oder eine Bombenlast von etwa 200 Kilogramm tragen. Die Drohne erreiche eine Geschwindigkeit von bis zu 900 Kilometern pro Stunde. Bislang hat der Iran nur über unbemannte Aufklärungsflugzeuge verfügt.

Die vier Meter lange Drohne wurde einen Tag, nachdem im Atomkraftwerk Buschehr mit russischer Hilfe die Bestückung mit Kernbrennstoff begann, vorgestellt. Ahmadinedschad sagte am Sonntag, das iranische Waffenprogramm diene der Abschreckung und die Drohne solle nur zur Selbstverteidigung eingesetzt werden.

Israel und westliche Staaten verdächtigen den Iran, ein geheimes Atomwaffenprogramm zu betreiben. Zu israelischen Drohungen, iranische Nuklearanlagen anzugreifen, sagte Ahmadinedschad: "Die iranische Antwort wird die ganze Erde umfassen. Wir sagen euch - dem Westen - auch, dass alle Optionen auf dem Tisch liegen."

Nasser Karimi, APN APN

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker