Es gab keinen Beschuss, trotzdem stürzte ein US-Tankflugzeug ab. Irans Sicherheitschef richtet deutliche Worte an die USA und Präsident Trump. Alle Entwicklungen zum Irankrieg im Liveblog.
Wichtige Updates
Matthias Urbach
Hier die aktuell wichtigsten Meldungen:
- Der Iran greift Israel und die Golfstaaten erneut mit Raketen und Drohnen an.
- Die USA verlieren ein Tankflugzeug, das vierte Flugzeug während des Krieges.
- Erste Botschaft von Irans neuem Obersten Führer Modschtaba Chamenei verlesen.
- Zum ersten Mal seit Kriegsbeginn ist Sprit im Tagesvergleich wieder billiger geworden.
- Mehr als 11 Milliarden Dollar kosteten die USA allein die ersten sechs Tage des Krieges. Die US-Demokraten kritisierten bereits die Kosten.
- Israel verlegt Truppen vom Gazastreifen an die Grenze zum Libanon – die Angst vor einer Bodenoffensive wächst. Viele Libanesen flüchten in die Hauptstadt.
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Matthias Urbach
Die Maschine vom Typ KC-135 ist mindestens das vierte US-Flugzeug, das seit Beginn des Irankrieges abgestürzt ist. Anfang März waren drei US-Kampfflugzeuge vom Typ F-15E nach Angaben der US-Armee „versehentlich" von der kuwaitischen Luftabwehr abgeschossen worden.
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Matthias Urbach
Die US-Armee macht bislang keine Angaben zur Anzahl der Personen an Bord des abgestürzten Tankflugzeugs. Centcom bittet um „Geduld", während „zusätzliche Details zusammengetragen und Klarheit für die betroffenen Familien der Soldaten geschaffen“ werde. In der Regel besteht die Besatzung eines Flugzeugs vom Typ KC-135 aus drei Menschen – sie kann aber bis zu 37 Passagiere transportieren.
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Thomas Krause
US-Tankflugzeug stürzt im Irak ab
Ein US-Tankflugzeug vom Typ KC-135 ist nach Angaben des US-Militärs im Westen des Irak abgestürzt. Rettungskräfte seien im Einsatz, teilt das US-Zentralkommando (Centcom) mit. An dem Vorfall sei ein weiteres Flugzeug beteiligt gewesen, das jedoch sicher gelandet sei. Es handele sich nicht um feindlichen Beschuss oder Eigenbeschuss.
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Thomas Krause
Der Iran sendet widersprüchliche Signale zur Straße von Hormus. UN-Botschafter Amir Saeid Iravani erklärt, Teheran werde die Meerenge nicht schließen. Es sei jedoch Irans Recht, die Sicherheit dort zu bewahren, sagt er Journalisten am Hauptsitz der Vereinten Nationen. Das iranische Außenministerium verlangt seinerseits, Schiffe müssten sich bei der Durchfahrt mit der Marine des Landes abstimmen, wie die Nachrichtenagentur Mehr meldet. Die USA und Israel seien für die Unsicherheit in der Region verantwortlich, was sich auf den Schiffsverkehr auswirke. Das geistige Oberhaupt des Landes, Modschtaba Chamanei, hatte erklärt, die Schließung werde als Druckmittel gegen den Feind fortgesetzt. Die iranischen Revolutionsgarden kündigten daraufhin an, sie aufrechtzuerhalten.
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Thomas Krause
Der Geheimdienst der iranischen Revolutionsgarden warnt die Bevölkerung vor neuen Massendemonstrationen. Der Staatssender Iribnews verbreitet eine Erklärung, in der Demonstrierenden noch härtere Schläge angedroht werden als bei den Protesten Ende Dezember und Anfang Januar. Der Geheimdienst kündigte an, „Vaterlandsverräter“ rund um die Uhr zu verfolgen. Demnach schürt der „böse Feind“ Angst und Straßenunruhen, weil er seine Ziele nicht auf dem Schlachtfeld erreichen konnte.
Bei den schwersten Massenprotesten seit Jahren wurden im Januar nach Angaben des Aktivistennetzwerks HRANA mehr als 7000 Menschen getötet, unter ihnen auch mehr als 200 Staatskräfte.
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Thomas Krause
US-Finanzminister Scott Bessent bringt einen Geleitschutz für Schiffe durch die Straße von Hormus unter Beteiligung von Verbündeten ins Spiel. „Ich glaube, dass die US-Marine – vielleicht gemeinsam mit einer internationalen Koalition – Schiffe eskortieren wird, sobald es militärisch möglich ist“, sagt Bessent dem Sender Sky News. Voraussetzung sei, dass der Luftraum vollständig kontrolliert werde und der Iran nicht mehr in der Lage sei, sein Raketenarsenal wieder aufzubauen.
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Thomas Krause
Die iranischen Revolutionsgarden warnen vor Angriffen auf den Energiesektor und die Häfen des Landes. Die Kommandozentrale der Garden erklärte laut Nachrichtenagentur Tasnim, der Iran werde im Fall des geringsten Angriffes die Öl- und Gasvorkommen der Region, an denen die Vereinigten Staaten und ihre westlichen Verbündeten ein berechtigtes Interesse haben, in Brand setzen und zerstören.
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Thomas Krause
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zufolge ist der Iran nach fast zwei Wochen gemeinsamer US-israelischer Angriffe „nicht mehr derselbe“. Die Revolutionsgarden und Basidsch-Kräfte hätten schwere Schläge erlitten, sagt Netanjahu bei seiner ersten Pressekonferenz seit Kriegsbeginn. Er spreche fast täglich mit US-Präsident Donald Trump. Man wolle den Iran daran hindern, Atom- und Raketenprojekte unter die Erde zu verlegen. Israel könne Bedingungen für einen Regimewechsel schaffen, aber das iranische Volk müsse auf die Straße gehen. Auf die Frage nach Irans neuem geistlichem Oberhaupt Modschtaba Chamenei und Hisbollah-Chef Naim Kassem sagt Netanjahu: „Ich würde keine Lebensversicherung für diese Führer abschließen.“
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Thomas Krause
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche prüft nach eigenen Angaben angesichts der Folgen des Iran-Kriegs staatliche Eingriffe bei der Erdgasversorgung. Man werde wahrscheinlich beim Erdgas etwas nachsteuern, sagte Reiche dem "Handelsblatt" laut Vorabbericht. Ihr Haus prüfe derzeit sehr genau, welches das geeignete Kriseninstrument sei. "Und die Argumente für ein solches Kriseninstrument mehren sich gerade." Zu den Folgen des Konflikts für die deutsche Wirtschaft könne man sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verlässlich äußern, sagte Reiche der Zeitung weiter: "Die Lage im Iran ist hochdynamisch."
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Thomas Krause
Ali Laridschani: „Verteidigen uns, bis die USA bereuen“
Der Iran will sich nach den Worten seines Sicherheitschefs Ali Laridschani so lange gegen Angriffe verteidigen, bis die USA ihre „schwere Fehlkalkulation“ bereuten, einen Krieg gegen die Islamische Republik begonnen zu haben. „Einen Krieg zu beginnen ist zwar leicht, aber er lässt sich nicht mit ein paar Tweets gewinnen“, schreibt Laridschani im Onlinedienst X mit Blick auf US-Präsident Donald Trump. Der Iran werde „nicht nachlassen“, bis die USA ihr Vorgehen bereuten.
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Thomas Krause
US-Energieminister Chris Wright hält einen Anstieg des Ölpreises auf 200 Dollar pro Barrel trotz des Krieges für unwahrscheinlich. Er reagiert damit auf Drohungen aus Teheran. Ein Sprecher des dortigen Militärkommandos hatte gewarnt, der Preis könne diese Marke erreichen, sollte die regionale Sicherheit weiter destabilisiert werden. Wright räumt im Gespräch mit dem Sender CNN zwar ein, dass die Lage ernst sei, betont aber, die US-Regierung konzentriere sich auf den Militäreinsatz, um die Sicherheit der Öllieferungen langfristig zu gewährleisten. Der Preisanstieg werde eher Wochen als Monate andauern. Wrights Äußerungen wurden als indirektes Eingeständnis gewertet, dass ein kurzfristiger Preisschock nicht völlig ausgeschlossen werden könne.
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Thomas Krause
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich bei mehreren Golfstaaten für die Hilfe bei der Rückholung deutscher Bürger nach dem Beginn des Iran-Krieges bedankt. In Telefonaten sicherte er den Staatsoberhäuptern der Vereinigten Arabischen Emirate, Katars, Jordaniens und Bahrains sowie dem Kronprinzen von Kuwait auch deutsche Solidarität angesichts der iranischen Angriffe auf ihre Länder zu, wie seine Sprecherin auf der Plattform X schreibt.
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Thomas Krause
Das iranische Außenministerium äußert sich zur Lage in der Straße von Hormus. Viele Schiffe könnten die Meerenge weiterhin passieren – sofern sie sich mit der iranischen Marine abstimmten, heißt es in einer von der Nachrichtenagentur Mehr verbreiteten Erklärung von Ministeriumssprecher Esmaeil Baghaei. Zu den Bedingungen vor dem Kriegsbeginn am 28. Februar könne es aber nach den gegenwärtigen Ereignissen generell keine Rückkehr geben, fügt er hinzu.
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Thomas Krause
Eine FBI-Warnung vor möglichen iranischen Drohnenangriffen in Kalifornien basiert nach Angaben des Weißen Hauses lediglich auf einem einzigen unverifizierten Hinweis. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, stellt auf X klar: „Es gibt keine solche Bedrohung durch den Iran für unser Heimatland und es gab sie nie.“
Die vertrauliche Warnung war im vergangenen Monat über das Los Angeles Joint Regional Intelligence Center an Sicherheitsbehörden gegangen. Darin hieß es, der Iran plane angeblich für den Fall von US-Angriffen einen Überraschungsangriff mit unbemannten Luftfahrzeugen von einem Schiff aus auf Ziele in Kalifornien. Die Warnung wurde am Mittwoch publik, während der seit dem 28. Februar andauernde Krieg mit US-amerikanischen und israelischen Angriffen gegen den Iran weitergeht. Präsident Donald Trump zeigt sich unbesorgt über mögliche Vergeltungsschläge des Iran auf US-Territorium.
Die vertrauliche Warnung war im vergangenen Monat über das Los Angeles Joint Regional Intelligence Center an Sicherheitsbehörden gegangen. Darin hieß es, der Iran plane angeblich für den Fall von US-Angriffen einen Überraschungsangriff mit unbemannten Luftfahrzeugen von einem Schiff aus auf Ziele in Kalifornien. Die Warnung wurde am Mittwoch publik, während der seit dem 28. Februar andauernde Krieg mit US-amerikanischen und israelischen Angriffen gegen den Iran weitergeht. Präsident Donald Trump zeigt sich unbesorgt über mögliche Vergeltungsschläge des Iran auf US-Territorium.
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DPA · AFP · Reuters · SID
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