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Israel: Israel und Palästinenser wollen über Waffenruhe reden

Die Verhandlungen folgen auf ein Treffen zwischen dem israelischen Regierungschef Ariel Scharon und Palästinenservertreter Ahmed Kurei. Dabei sei die schrittweise Wiederaufnahme einer Zusammenarbeit vorgeschlagen worden.

Israel und die Palästinenser wollen am Montag einen neuen Anlauf für eine Waffenruhe unternehmen. Wie der israelische Rundfunk am Samstag berichtete, folgen die Verhandlungen auf ein Treffen zwischen dem israelischen Regierungschef Ariel Scharon und Palästinenservertreter Ahmed Kurei am vergangenen Mittwoch. Dabei sei die schrittweise Wiederaufnahme einer Zusammenarbeit zwischen beiden Seiten im Sicherheitsbereich vorgeschlagen worden.

Palästinenserpräsident Jassir Arafat sagte dazu lediglich, die palästinensische Führung wolle ihre «Kontakte mit den Israelis oder dem (Nahost-)Quartett oder den Vereinten Nationen oder jedem unserer Freunde in aller Welt fortsetzen». Sein Berater Nabil Abu Rudeineh bestätigte «laufende Kontakte».

Der Plan sieht die schrittweise Wiederaufnahme der israelisch- palästinensischen Kooperation im Sicherheitsbereich vor. Die Palästinensische Autonomiebehörde soll nach und nach in den Bereichen, aus denen sich die Israelis zurückziehen, die Verantwortung übernehmen. Ferner sind wirtschaftliche Maßnahmen vorgesehen. Unter anderem sollen palästinensische Arbeiter wieder in Israel arbeiten dürfen.

Nach israelischen Medienangaben hat Scharon in seinen Gesprächen mit Kurei deutlich gemacht, dass umfassende Friedensgespräche mit den Palästinensern nicht stattfinden würden, solange Arafat im Amt sei.

Die israelische Armee zerstörte am Samstag acht Häuser in einem palästinensischen Flüchtlingslager im Gazastreifen. Wie die palästinensische Sicherheitsbehörde mitteilte, wurden zwei weitere Häuser im Flüchtlingslager Khan Junis schwer beschädigt. Nach Angaben aus palästinensischen Kreisen starb eine 70-jährige Hausbesitzerin vor Aufregung an einem Herzinfarkt.

Im Westjordanland rissen israelische Soldaten zwei weitere palästinensische Häuser ab. Sie gehörten den Familien von zwei Männern, die in der Nacht zum Donnerstag bei einem Angriff auf einen israelischen Wachposten zwei israelische Soldaten getötet hatten.