Israel Scharon und Abbas setzen sich zusammen


Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon und sein palästinensisches Pendant Mahmud Abbas wollen sich nun doch treffen, um über Sicherheitsfragen und die Kontrolle der Grenze zum Gazastreifen zu reden.

Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas wollen sich in der kommenden Woche treffen um besonders über das Thema Sicherheit zu konferieren. Die genauen Details der für Dienstag geplanten Zusammenkunft sollten aber noch in dieser Woche bei Gesprächen zwischen dem palästinensischen Chefunterhändler Sajeb Erekat und Scharons Berater Dov Weissglass vereinbart werden, berichteten israelische Medien. Wie das Büro Scharons am Mittwoch auf seiner Internetseite bekannt gab, erklärte der Ministerpräsident in einem Telefonat mit dem jordanischen König Abdullah seine Absicht zu einem Treffen mit Abbas, um in den zahlreichen offenen Fragen voranzukommen. Ein ursprünglich für den vergangenen Sonntag geplantes Treffen war nach der jüngsten Eskalation der Gewalt im Gazastreifen und unzureichender Vorbereitung abgesagt worden.

Thema Sicherheit

Scharon und Abbas wollen bei dem Treffen in der kommenden Woche über Sicherheitsfragen, die Kontrolle der Grenze des Gazastreifens zu Ägypten und die vereinbarte Ausweitung der palästinensischen Sicherheitskontrolle über das Westjordanland sprechen, hieß es. Zuletzt waren beide Mitte Juni zu Gesprächen zusammengekommen. Zum ersten Gipfeltreffen zwischen den beiden Politikern war es kurz nach der Wahl Abbas' zum Nachfolger des verstorbenen Jassir Arafat gekommen. Damals war zwischen beiden Seiten eine Waffenruhe vereinbart worden, die erst den Abzug aus dem Gaza-Streifen ermöglichte. Bei einem zweiten Gipfel im Juni vereinbarten Abbas und Scharon eine Zusammenarbeit beim Abzug, obwohl neue Gewalt und gegenseitige Vorwürfe das Treffen begleiteten.

Für ein endgültiges Friedensabkommen fordern die Palästinenser auch einen israelischen Abzug aus dem Westjordanland. Scharon hingegen beharrt darauf, Israel werde niemals seine großen Siedlungsblöcke in dem Gebiet räumen. Am 20. Oktober wird Abbas zu einem Treffen mit Bush nach Washington reisen. Es wird erwartet, dass es dem US-Präsidenten bei dem Besuch Fortschritte im Friedensprozess präsentieren will.

Erfolgreiche jordanische Vermittlung

Für die Wiederaufnahme der Friedensgespräche hatte sich auch der jordanische König Abdullah II. in Telefonaten mit Scharon und Abbas eingesetzt. Dabei habe der Monarch betont, "wie wichtig es sei, die Lage zu beruhigen und die Eskalation zwischen den beiden Seiten aufzuhalten", teilte der königliche Hof in Amman am Mittwoch mit. US-Präsident George W. Busch hatte Abdullah II. um Vermittlung zwischen Israelis und Palästinensern gebeten.

DPA, Reuters DPA Reuters

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