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Jemen: Waffenruhe soll Hilfslieferungen ermöglichen

Verbündete der jemenitischen Huthi-Rebellen haben der von Saudi-Arabien vorgeschlagenen Waffenruhe zugestimmt. Hilfslieferungen sollen so die Bevölkerung erreichen. Eine Erklärung der Huthis fehlt.

Um der jemenitischen Bevölkerung eine Verschnaufpause zu gewähren, soll es in der kommenden Woche eine Waffenruhe geben

Um der jemenitischen Bevölkerung eine Verschnaufpause zu gewähren, soll es in der kommenden Woche eine Waffenruhe geben

Die mit den schiitischen Huthi-Rebellen verbündeten jemenitischen Militäreinheiten haben das Waffenstillstandsangebot der internationalen Militärkoalition unter Führung Saudi-Arabiens angenommen. Die abtrünnigen Soldaten, die den 2012 gestürzten Machthaber Ali Abdullah Saleh unterstützen, seien mit einem humanitären Waffenstillstand einverstanden, sagte ihr Sprecher Scharaf Lukman am Sonntag der von den Huthis kontrollierten amtlichen Nachrichtenagentur Saba. Der Waffenstillstand werde die "tyrannische" Seeblockade gegen das Land beenden und Hilfslieferungen ermöglichen.

Saudi-Arabiens Außenminister Adel al-Dschubeir hatte die Waffenruhe zur Versorgung der notleidenden Bevölkerung am Freitag angekündigt. Sie soll am Dienstag beginnen und zunächst fünf Tage dauern. Die Huthi-Rebellen haben sich noch nicht dazu geäußert, ob sie das Angebot ebenfalls annehmen.

Die Militärkoalition fliegt seit sechs Wochen Luftangriffe auf die Huthi-Rebellen und die mit ihnen verbündeten Militäreinheiten von Ex-Präsident Saleh. Am Sonntagmorgen wurde nach Angaben von Augenzeugen auch Salehs Residenz in Sanaa bombardiert. Die Intervention soll den weiteren Vormarsch der Huthis stoppen und dem nach Saudi-Arabien geflohenen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi ermöglichen, an die Macht zurückzukehren. Die Angriffe haben große Zerstörungen angerichtet und zu einer humanitären Krise geführt, die Huthi-Rebellen und ihre Verbündeten aber kaum zurückdrängen können.

ono/AFP / AFP