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Junge Demokratie: Bhutan wählt zum zweiten Mal ein neues Parlament

Etwa 400.000 Wahlberechtigte entscheiden in Bhutan über die Zusammensetzung des Unterhauses. Es ist erst die zweite Wahl in der Geschichte des buddhistischen Landes.

Im kleinen Himalaya-Staat Bhutan hat am Samstagmorgen die entscheidende Runde der Unterhauswahl begonnen. Fast 400.000 Menschen sind dazu aufgerufen, sich zwischen der bislang regierenden Partei für Frieden und Wohlstand (DPT) und der Volksdemokratischen Partei (PDP) zu entscheiden. Beide Parteien sind königstreu und konsultieren den Monarchen in wichtigen Fragen. Nach 2008 ist es erst das zweite Mal in der Geschichte des Landes, dass die Bevölkerung über die 47 Sitze in der Nationalversammlung bestimmen darf.

Der frühere König Jigme Singye Wangchuck hatte den Wandel von einer Jahrhunderte alten Monarchie zu einer parlamentarischen Demokratie mit zwei Kammern eingeleitet, bevor er die Macht an seinen Sohn Jigme Khesar Namgyel Wangchuk abgab. Ähnlich wie Norwegen, Schweden oder Thailand ist Bhutan heute eine konstitionelle Monarchie, mit zwei Kammern und einem König als Staatsoberhaupt.

Trotz starker Regenfälle und Erdrutsche seien gerade noch rechtzeitig alle 850 Wahlurnen bis in die entlegensten Regionen gebracht worden, sagte ein Sprecher der Wahlkommission. Die Wahllokale sollen bis 18 Uhr Ortszeit geöffnet sein. Als Favorit gilt die frühere Regierungspartei DPT, die in der ersten Runde 45 Prozent der Stimmen erhielt. Die Ergebnisse sollen am Sonntagmorgen bekanntgegeben werden.

ono/DPA / DPA
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