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Kanada: Amokläufe an Schulen und Hochschulen

Das Blutbad am Dawson College im kanadischen Montreal ist kein Einzelfall. Schon öfter hat es in Kanada derartige Vorfälle gegeben, zwei Mal bereits in Montreal.

20. April 2000
In einer Schule in Ottawa verletzt ein 15-Jähriger vier Mitschüler und eine Sekretärin mit einem Messer schwer.

29. April 1999


Ein 14-Jähriger erschießt an einer Schule in der westkanadischen Kleinstadt Taber (Provinz Alberta) einen ehemaligen Mitschüler. Der Jugendliche gilt als Nachahmungstäter des Massakers von Littleton im US-Bundesstaat Colorado. Dort hatten neun Tage zuvor zwei Teenager zwölf Schüler, einen Lehrer und sich selbst umgebracht.

25. August 1992


An der Concordia Universität in Montréal tötet Valerie Fabrikant, ein Professor der Ingenieursfakultät, vier Kollegen. Der Täter, der anschließend zu lebenslanger Haft verurteilt wird, hatte erfahren, dass seine Festanstellung abgelehnt worden war.

6. Dezember 1989


An der Polytechnischen Hochschule von Montréal kommt es zum schwersten Schulmassaker der kanadischen Geschichte. Der 25-jährige Marc Lepine erschießt vierzehn Frauen und verletzt 13 weitere Personen, bevor er sich selbst das Leben nimmt. In einem Schreiben nennt der Mann seinen Hass auf Feministinnen als Motiv.

Nachbarland USA

Der letzte spektakuläre Amoklauf in den USA ereignete sich am 21. März 2005 in einem Indianerreservat nahe der kanadischen Grenze. Damals erschoss der 16-jährige Jeff Weise in Red Lake (Minnesota) neun Personen, darunter fünf Schüler, und sich selbst.

DPA / DPA
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