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Beraterin des US-Präsidenten: Wie Conway hinter den Kulissen über Trump gelästert haben soll

Kellyanne Conway ist eines der bekanntesten Gesichter des Weißen Hauses: Die Beraterin von Donald Trump verteidigt ihren Chef immer wortreich. In Wahrheit soll sie aber ganz anders über ihren Boss denken.

Kellyanne Conway

Kellyanne Conway ist eine engagierte Verteidigerin von Donald Trump

Sie ist eine der mächtigsten Frauen der USA: Kellyanne Conway, 50 Jahre alt, Beraterin von US-Präsident Donald Trump und mindestens genauso umstritten wie ihr Boss. Zuletzt verteidigte sie Trump wegen der fragwürdigen Entlassung des FBI-Direktors James Comey wortreich. Doch es bestehen Zweifel, ob Conway tatsächlich so positiv über Trump denkt, wie sie es bei ihren öffentlichen Auftritten sagt.

Laut einem Bericht der "New York Times" soll sich Conway im Wahlkampf gegenüber zwei MSNBC-Moderatoren äußerst abfällig über Trump geäußert haben. Die Beraterin war demnach während des Wahlkampfes bei Mika Brzezinski und Joe Scarborough in der bekannten Sendung "Morning Joe" zu Gast, um über Trump und seine Kampagne zu sprechen. Nachdem die Kameras ausgeschaltet waren, soll Conway gesagt haben, dass sie ihren Job nur aus finanziellen Gründen mache und Trump nicht mehr lange für seine Ausfälle verteidigen wolle. Sie schäme sich dafür, Trump in der Öffentlichkeit zu vertreten. "Würg, ich muss dringend eine Dusche nehmen", soll sie gesagt haben.

Seit langem Streit zwischen "Morning Joe" und Conway

Zwischen den Moderatoren und Conway gibt es schon seit längerem Streit. Im Februar verkündete Brzezinski, dass sie Conway nicht mehr in ihre Sendung einladen wollen, weil diese absichtlich Falschmeldungen verbreite. Auf Twitter bestritt Conway die Vorwürfe energisch. Sie nannte die Vorwürfe "absurd".

Die Frau, die mit dem Wahlsieg Trumps zur mächtigsten Frau der USA aufstieg, nimmt es mit der Wahrheit - genau wie ihr Chef - nicht so genau. Sie erfand den Begriff "alternative Fakten" ebenso wie das "Bowling Green Massaker", wonach zwei Iraker 2011 ein Attentat ausgeführt haben sollen. Das Attentat hat es nie gegeben. Mit dem vermeintlichen Terroranschlag wollte sie das Einreiseverbot für Bürger sieben muslimischer Staaten rechtfertigen. Conway trat zudem in ein Fettnäppchen, als sie öffentlich für die Modelinie von Trumps Tocher Ivanka warb und dafür heftig kritisiert wurde.

Donald Trump