Kenia Deutsche mit Macheten zu Tode gehackt


Zwei Deutsche sind bei einem Überfall im kenianischen Urlaubsort Diani brutal getötet worden, die Frau des einen Opfers wurde verletzt. Die Touristen befanden sich in einer Villa, als eine Bande in das Haus eindrang und die Gäste mit Macheten angriff.

Eine Bande junger Männer hat in einem kenianischen Ferienort bei einem Raubüberfall zwei Deutsche mit Macheten zu Tode gehackt. Die Ehefrau eines der beiden Opfer sei verletzt und ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei mit.

Den Angaben zufolge gibt es keinen Zusammenhang der Tat zur derzeitigen politischen Gewalt zwischen Anhängern und Gegnern von Kenias Präsident Mwai Kibaki, bei der in den vergangenen Wochen fast 800 Menschen getötet wurden. Die Polizei bezeichnete die Tat als kriminell und geplant. "Das war ein organisiertes Verbrechen. Wir ermitteln wegen Mordes", sagte der örtliche Polizeichef Stanley Lamai.

Die Eheleute aus Deutschland hatten seit zwei Wochen Urlaub in dem Küstenort Diani gemacht und waren zum Zeitpunkt der Tat am Sonntagabend mit dem deutschen Besitzer der Villa zusammen, in der sie zu Gast waren. Die Bande aus etwa acht Jugendlichen verschaffte sich der Polizei zufolge gewaltsam Zutritt zu dem Villengrundstück, als die Deutschen vom Abendessen zurückkehrten und ein Wachmann das Tor für sie öffnete.

Die Bande sei mit einer Fotokamera und etwas Geld entkommen, sagte die Polizei. Diani liegt am Indischen Ozean etwa 30 Kilometer südlich von Mombasa. Das Auswärtige Amt erklärte, die deutsche Botschaft in Kenia gehe den Hinweisen nach und bemühe sich um eine Klärung.

DPA DPA

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