Luftschlag im Gazastreifen Hamas-Kommandeur getötet


Die israelische Luftwaffe hat in Ziele im Gazastreifen angegriffen und ein ranghohes Hamas-Mitglied getötet. Elf weitere Menschen sollen verletzt worden sein. Die radikalislamische Organisation kündigte Vergeltung an

Der militärischen Flügel der Hamas identifizierte den Toten als Issa Batran. Er sei regionaler Kommandeur für den mittleren Gazastreifen gewesen und habe Raketen für Angriffe auf Israel gebaut. Hamas-Sprecher Hamad al Rakab schwor Vergeltung für die Luftangriffe.

"Die Hamas wird den Tod ihrer Märtyrer nicht stillschweigend hinnehmen", erklärte Al Rakab. Aus Kreisen der Hamas hieß es, aus Angst vor weiteren Angriffen seien die Büros aller Sicherheitskräfte geräumt worden. Augenzeugen zufolge feuerte die israelische Armee zudem Raketen auf Tunnel in der Grenzregion zwischen dem Gazastreifen und Ägypten ab. Dadurch sei niemand verletzt worden.

Die israelische Armee äußerte sich zunächst nicht zu den Angriffen. Normalerweise reagiert Israel jedoch mit Vergeltungsangriffen auf den Abschuss von Raketen auf israelisches Gebiet. Den Luftangriffen der israelischen Armee vom Freitagabend war der Abschuss einer Rakete aus dem Palästinensergebiet auf die südisraelische Stadt Aschkelon vorausgegangen. Eine Katjuscha-Rakete war nach Angaben aus israelischen Militärkreisen in der rund zehn Kilometer vom Gazastreifen entfernten Küstenstadt eingeschlagen und hatte Fensterscheiben und parkende Autos beschädigt. Menschen wurden demnach nicht verletzt, die Bewohner der Stadt waren kurz vor dem Einschlag des Geschosses mit Sirenen gewarnt worden. Die Vereinten Nationen verurteilten den Abschuss der Rakete als "nicht hinnehmbaren terroristischen Angriff" auf Zivilisten. Das Büro von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu teilte mit, die israelische Regierung nehme den Beschuss Aschkelons "sehr ernst".

AFP AFP

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