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Neue Autobiografie "Becoming": Michelle Obama: "Trump hat meine Familie in Gefahr gebracht - das verzeihe ich ihm nie"

Michelle Obama, die frühere First Lady der USA, hat ihre Memoiren geschrieben. In "Becoming - Meine Geschichte" spricht sie privat über Barack Obama als Ehemann und politisch über seinen Nachfolger Donald Trump, dessen Wahl sie "geschockt habe".

Michelle Obama

Michelle Obama auf einer Konferenz im Sommer in New Orleans

AFP

Michelle Obama hat ihre Memoiren geschrieben. "Becoming" heißt das Buch , das sie mit einer gigantischen Tour bewerben wird. Auftritte in riesigen Hallen vor Tausenden von Zuschauern sind ab der kommenden Woche geplant. Michelle Obama ist ein Weltstar, und so verkauft sie ihre Autobiografie auch. Nächsten Dienstag, den 13. November, erscheint das Buch der Ex-First-Lady, das im Deutschen den Beititel "Meine Geschichte" trägt. Die Nachrichtenagentur AP in den USA hat nun bereits erste Zitate aus "Becoming" veröffentlicht. 

Barack und sein "reicher und sexy Bariton"

Auf 450 Seiten zeichnet Michelle Obama ihr Leben nach. Aufgewachsen in Chicago, Jurastudium, 1992 Heirat mit Barack, der 26 Jahre später zum ersten schwarzen Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt wurde. Ihr Mann kommt in "Becoming" natürlich als US-Präsident vor, aber eben auch als Gatte: Offen schwärmt sie, wie AP zitiert, von seinem "reichen, geradezu sexy Bariton" und seiner "seltsam wie rührenden Kombination aus Gelassenheit und Stärke". Als sie sich das erste Mal geküsst haben, habe sie eine Welle von "Lust, Dankbarkeit, Erfüllung und Wunder" überkommen. Doch auch Probleme und den Besuch eines Eheberaters verschweigt sie nicht.

Michelle Obama

Obwohl Michelle Obama mehrfach betont hat, nicht in die Politik gehen zu wollen, rechnet sie harsch mit dem Nachfolger ihres Mannes im Weißen Hauses ab. Dass so viele Frauen den "Frauenfeind" wählten, habe sie nicht glauben können - zumal es 2016 mit Hillary Clinton doch eine "außergewöhnlich qualifizierte Kandidatin" gegeben habe. Als ein alter Gesprächsmitschnitt bekannt wurde, in dem Trump damit prahlt, jeder Frau zwischen die Beine fassen zu können, nur weil er bekannt sei, habe sich in Michelle Obama alles vor Wut zusammengezogen.

Michelle Obama geschockt von Wahl Trumps

In ihrem Buch erinnert sie sich an eine TV-Debatte der beiden damaligen Präsidentschaftskandidaten, in der Trump immer wieder dicht hinter Clinton auftaucht. Obamas Interpretation: Er wollte sie klein und lächerlich machen, nach dem Motto: "Ich kann dir weh tun und werde damit davonkommen." Als der Geschäftsmann tatsächlich zum Präsidenten gewählt worden war, habe sie erst "unter Schock" gestanden. Dann glaubte sie, die Entwicklungen aufhalten zu müssen – "einfach den Schlüssel zum Weißen Haus wegschmeißen und alles wäre wieder gut."

Was die frühere First Lady Donald Trump ebenfalls nicht verzeihen kann: die Verschwörungstheorie verbreitet zu haben, dass ihr Mann kein US-Bürger sei. Eine scheinheilige und gefährliche Kampagne, so Obama. Was, wenn jemand eine Waffe geladen und sich auf den Weg nach Washington gemacht hätte, fragt sie in dem Buch, aus dem AP zitiert. "Was, wenn diese Person nach unseren Mädchen gesucht hätte?" Mit diesen rücksichtslosen Lügen habe er die Sicherheit meiner Familie in Gefahr gebracht. "Und das werde ich ihm nie verzeihen."

nik