Militärparade Panzer rollen auf dem Roten Platz


Um den Sieg über Nazi-Deutschland 1945 zu feiern, nehmen der russische Präsident Dmitri Medwedew und Ministerpräsident Wladimir Putin eine Militärparade ab. Bei der diesjährigen Siegerparade wurde ein Brauch wiederbelebt, den es seit dem Ende der Sowjetunion nicht mehr gegeben hatte.

Der neue russische Präsident Dmitri Medwedew hat bei der Siegesfeier auf dem Roten Platz den Streitkräften zum 63. Jahrestag des Sieges über Hitler-Deutschland gratuliert. "Sie haben die Unabhängigkeit des Vaterlandes bewahrt", sagte Medwedew als Oberbefehlshaber der Streitkräfte in einer vom Staatsfernsehen landesweit übertragenen Ansprache.

Erstmals seit dem Ende der Sowjetunion hat Russland zur alljährlichen Siegesparade am 9. Mai in Moskau wieder Panzer und andere schwere Kriegstechnik auffahren lassen. Kampfpanzer, Spähwagen, Raketenwerfer sowie mobile Raketenabschussrampen rollten auf den Roten Platz. Die Besatzungen salutierten aus geöffneten Luken dem neuen Präsidenten Dmitri Medwedew. Der Kremlchef stand gemeinsam mit seinem Vorgänger Wladimir Putin auf einer Ehrentribüne vor dem Lenin-Mausoleum. Insgesamt fuhren Dutzende Panzer über das Kopfsteinpflaster des Roten Platzes.

Verteidigungsminister in offener Liomousine

Fahnenträger einer russischen Ehrengarde führten die Parade an. Die Kadetten trugen die Fahne der Russischen Föderation, die rote Flagge des Sieges und die Flagge der russischen Streitkräfte auf den Platz vor den Kremlmauern. Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow fuhr stehend in einer offenen Limousine die Ehrenformationen ab. Insgesamt sollten 8000 Soldaten an dem Militärspektakel teilnehmen.

Veteranenverbände lobten die Rückkehr zur Waffenschau in sowjetischer Tradition. Die Kosten für die Parade sind enorm. Allein die von den tonnenschweren Fahrzeugen an Straßen und Kanalisation verursachten Schäden belaufen sich auf umgerechnet 40 Millionen Euro, wie die Moskauer Stadtverwaltung mitteilte.

DPA DPA

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