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Strenge Corona-Regeln Strand statt Lockdown: Russen fliehen aus Moskau

Sehen Sie im Video: Russen fliehen vor Corona-Lockdown in Moskau in den Urlaub.




Angesichts des coronabedingten Shutdowns in Moskau und der von Präsident Wladimir Putin angeordneten bezahlten Urlaubswoche für Arbeitnehmer, haben viele Russen beschlossen, dass jetzt der ideale Zeitpunkt für einen Strandurlaub im Ausland ist, anstatt sich zu Hause zu verschanzen. Das Unternehmen Orange Sun Tour, das Reisen nach Zypern, Ägypten und Kuba anbietet, lockt lockdownmüde Moskauer mit dem Slogan: "Don't quarantine, but holiday on the beach" - "Geht nicht in Quarantäne, sondern urlaubt am Strand." Reisende am Flughafen: "Ehrlich gesagt, habe ich keine Angst. Sie versuchen, die Sache in den Griff zu bekommen, auch die Hotels. Es ist nicht mein erster Urlaub in diesem Jahr, es ist wahrscheinlich der Fünfte. Sie befolgen alle die Regeln. Außerdem bin ich geimpft - das rettet einen zwar nicht, aber es hilft trotzdem. Es wird also alles gut werden." "Natürlich ist das alles unangenehm. Die ganze Situation ist sehr belastend, aber was kann man tun?" Russland verzeichnete am Mittwoch mit weiteren 1123 Todesfällen im Zusammenhang mit dem hochansteckenden Virus erneut einen neuen Höchstwert. Zudem melden die Behörden über 36.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Moskau ging schon von Donnerstag an in einen neuen Teil-Lockdown: Nur Geschäfte des Alltagsbedarfs wie Supermärkte und Apotheken dürfen dann noch öffnen. Die Regierung macht eine mangelnde Impfbereitschaft für die verstärkte Virus-Ausbreitung verantwortlich. In Russland sind den Daten des Robert-Koch-Instituts zufolge 32,8 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft.
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Präsident Wladimir Putin hat angesichts der steigenden Infektionszahlen eine bezahlte Urlaubswoche für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer angeordnet. Die nutzen viele, um dem strengen Lockdown in Moskau zu entfliehen.

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