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Fall Brock Turner Nach Vergewaltigungsskandal in Stanford - Kalifornien verschärft Strafrecht

Ex-Stanford-Student Brock T.
Das milde Urteil im Vergewaltigungsprozess gegen den Ex-Stanford-Student und Schwimmer Brock T. sorgte für einen Skandal
© Santa Clara County Sheriff/EPA
Für die Vergewaltigung einer bewusstlose Frau musste Brock Turner gerade mal drei Monate im Gefängnis verbringen. Das Urteil sorgte für Empörung. US-Bundesstaat Kalifornien reagierte nun mit einer Verschärfung des Sexualstrafrechts. 

Nach der Verurteilung eines Vergewaltigers an der US-Eliteuniversität Stanford zu nur sechs Monaten Haft, wovon er nur drei Monate absitzen musste, hat Kalifornien das Strafrecht verschärft. Der Gouverneur des Bundesstaats, Jerry Brown, unterzeichnete am Freitag ein Gesetz, das künftig bei der Vergewaltigung bewusstloser oder betäubter Opfer zwingend Gefängnisstrafen vorschreibt. Zudem unterzeichnete er ein zweites Gesetz, das den Straftatbestand der Vergewaltigung auf alle Fälle nicht-einvernehmlicher sexueller Handlungen ausweitet.

Das Gesetz ist eine Reaktion auf den Fall des Stanford-Studenten Brock Turner, der im Juni für die Vergewaltigung einer betrunkenen und bewusstlosen 22-Jährigen auf dem Campus zu nur sechs Monaten Haft und drei Jahren Bewährung verurteilt worden war. Der Richter Aaron Persky, der selbst an der Uni studiert hatte, ignorierte Forderungen der Anklage nach einer sechsjährigen Haftstrafe. Kritiker warfen dem Richter vor, ein Klima der Straflosigkeit für sexuelle Übergriffe an Unis zu befördern.

"Richter Perskys Urteil war nicht zu rechtfertigen"

"Vergewaltiger wie Brock Turner sollten nicht mit einem Klaps auf die Hand davonkommen können", sagte der Abgeordnete Evan Low, der das Gesetz mit eingebracht hatte. "Richter Perskys Urteil war nicht zu rechtfertigen und moralisch falsch. Gemäß der geltenden Rechtslage des Bundesstaats lag es jedoch in seinem Ermessen." Zwar könne das Urteil nicht revidiert werden, doch könnten ähnliche Urteile in Zukunft verhindert werden. Turner wurde kürzlich nach nur drei Monaten aus der Haft entlassen.

ivi AFP

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