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Nach Wahlen in Sri Lanka: Oppositionsführer Fonseka festgenommen

Zwei Wochen nach seiner Niederlage bei der Präsidentschaftswahl in Sri Lanka ist Oppositionsführer und Ex-Armeechef Sarath Fonseka verhaftet worden.

Zwei Wochen nach seiner Niederlage bei der Präsidentschaftswahl in Sri Lanka ist Oppositionsführer Sarath Fonseka verhaftet worden. Die Regierung kündigte an, den General vor ein Militärgericht zu stellen. Er wird beschuldigt, in seiner Zeit als Heereskommandeur versucht zu haben, die Regierung zu stürzen.

Am Mittwoch kam es zu Zusammenstößen zwischen Regierungsanhängern und tausenden oppositionellen Demonstranten. Polizisten trieben die Menschenmenge vor einem Gericht in der Hauptstadt Colombo mit Tränengas und Wasserwerfern auseinander. Nach Augenzeugenberichten waren die Sicherheitskräfte eingeschritten, nachdem Anhänger der Regierungspartei Steine auf Demonstranten geworfen hatten, die gegen die Festnahme des unterlegenen Präsidentschaftskandidaten Sarath Fonseka protestierten.

Fonseka habe damals direkten Kontakt zu Oppositionskräften unterhalten, sagte Kabinettsmitglied Keheliya Rambukwella. Fonseka versuchte nach Angaben des Oppositionspolitikers Rauff Hakeem, sich seiner Festnahme am Montag zu widersetzen.

Er sei von Militärpolizisten gewaltsam aus seinem Büro gezerrt worden, sagte Hakeem. Seine Frau Anoma sagte am Dienstag, sie wisse nicht, wo ihr Mann festgehalten werde. Ein Besuch sei ihr verwehrt worden. Militärsprecher Prasad Samarasinghe erklärte jedoch, Fonseka könne von Angehörigen und Freunden besucht werden.

Der General führte im vergangenen Jahr die Militäroffensive gegen die tamilischen Rebellen. Der Sieg über die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) bedeutete das Ende des Bürgerkriegs. Danach überwarf sich Fonseka aber mit dem Präsidenten und trat bei der Wahl gegen ihn an.

APN/AFP