HOME

Nachschub: Vormarsch stockt wegen Versorgungsproblemen

Die amerikanischen Truppen legen auf Grund von Nachschubproblemen und dem irakischen Widerstand bei ihrem Vormarsch auf Bagdad eine vier bis sechs-tägige Pause ein.

Die amerikanischen Truppen legen auf Grund von Nachschubproblemen und dem irakischen Widerstand bei ihrem Vormarsch auf Bagdad eine vier bis sechs-tägige Pause ein. Das teilten US-Militärvertreter, die nicht namentlich genannt werden wollten, in Zentralirak am Samstag mit. Eine Sprecherin des Zentralkommandos in Katar erklärte, sie habe darüber keine Informationen.

Operative Pause

Die Militärvertreter sagten, es handele sich um eine "operative Pause", bei der vor allem die logistischen Probleme der Armee gelöst werden sollten. Die Luftwaffe werde dessen ungeachtet weiter Angriffe auf irakische Stellungen fliegen. Reuters-Korrespondenten, die bei den nachrückenden Truppen sind, berichteten, diese Einheiten kämen weiter voran.

500 Kilometer lange Versorgungslinien

Amerikanische Verbände sind inzwischen bis auf rund 80 Kilometer an Bagdad herangerückt. Ihre wichtigsten Versorgungscamps liegen allerdings in Kuwait, rund 500 Kilometer weiter südlich. Wegen der langen Wege und des offenbar unerwartet langsamen Vormarsches ist den Angaben der Militärs zufolge die Versorgung einiger Fronttruppen mit Treibstoff und Lebensmittel knapp geworden. Hinzu kämen einige Angriffe der Saddam Fedajeen in Städten entlang der Marschroute, vor allem ab der südirakischen Stadt Nassirja in Richtung Norden.

Gepanzerte Fahrzeuge in Bewegung eingeschränkt

Gepanzerte Fahrzeuge, die besonders viel Diesel schluckten, würden daher inzwischen sparsamer eingesetzt, sagten die Militärs weiter. Auch die Soldaten müssten sich einschränken. So erhalte eine Infanterie-Einheit an der Front nur noch eine Lebensmittelration anstatt der bislang üblichen drei Rationen. Bei der Versorgung mit frischem Wasser für die Truppen gebe es aber keine Probleme.

Pause zur Umgruppierung

Der britische General Mike Jackson hatte am Freitag Berichte über einen ins Stocken geratenen Vormarsch zurückgewiesen. Allerdings hatte er eingeräumt, dass die Armee eine Pause brauche. "Armeen können nicht ewig nach vorne marschieren, ohne von Zeit zu Zeit anzuhalten, um sich neu zu gruppieren und ihren Nachschub zu sichern", hatte Jackson in London vor Journalisten erklärt. "Es ist eine Pause, damit die Leute sich auf das, was noch kommen kann, vorbereiten können."