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Großbritannien: Nato macht Jagd auf U-Boot vor schottischer Küste

Die britische Marine und Nato-Flugzeuge suchen nach Medienberichten seit Ende November nach einem mysteriösen U-Boot. Es soll in der Nähe der britischen Gewässer gesichtet worden sein.

Vor der schottischen Küste soll ein unbekanntes U-Boot gesichtet worden sein (Symbolbild)

Vor der schottischen Küste soll ein unbekanntes U-Boot gesichtet worden sein (Symbolbild)

Nato-Flugzeuge und die britische Marine haben offenbar gemeinsam Jagd auf ein U-Boot vor der schottischen Küste gemacht. Der Einsatz sei nach der Sichtung eines Periskops ausgelöst worden, berichteten mehrere Medien. Das Verteidigungsministerium in London räumte inzwischen ein, dass Nato-Partner die Briten bei einem Einsatz auf See unterstützt hätten, lehnte es jedoch ab, Details zu nennen.

Erst im vergangenen Oktober hat eine angebliche Sichtung eines unbekannten U-Boots in schwedischen Gewässern eine große Suchaktion ausgelöst. Aufgrund zahlreicher Hinweise aus der Bevölkerung waren die Schweden davon überzeugt, dass sich eine ausländische Macht unerlaubt in ihren Gewässern aufgehalten hat. Ein Zeitungsbericht, wonach ein Notruf auf Russisch aufgefangen worden war, hatte sich nicht bestätigt. Das schwedische Militär brach die Suche ergebnislos ab.

Da die Beziehungen zwischen dem Westen und Russland wegen der Ukraine-Krise so angespannt sind wie seit Ende des Kalten Kriegs nicht mehr, erregen Meldungen über nicht identifizierte Sichtungen große Aufmerksamkeit.

Laut dem Fachblatt "Aviation Week", das zuerst über die mutmaßliche U-Boot-Jagd vor der Westküste Schottlands berichtet hatte, wurde das Periskop an einer Stelle ausgemacht, an der britische U-Boote normalerweise auftauchen, wenn sie in die Marinebasis Faslane einlaufen. Dort werden auch Atomwaffen gelagert. Es sei jedoch unklar, ob das gejagte U-Boot in britische Gewässer eingedrungen sei. An der Suche zwischen Ende November und Anfang Dezember seien Flugzeuge der USA, Kanadas und Frankreichs beteiligt gewesen.

ivi/Reuters / Reuters
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