VG-Wort Pixel

Gewaltsame Proteste Zehntausende Menschen demonstrieren gegen Nicaraguas Regierung

Menschen demonstrieren in Nicaraguas Hauptstadt Managua
Die Demonstranten in Nicaragua fordern den Rücktritt von Staatschef Ortega
© Inti Ocon / AFP
In der vergangenen Woche haben zehntausende Menschen in Nicaragua gegen die Rentenreform protestiert. Sicherheitskräfte griffen hart durch, Präsident Ortega zog die Reform zurück. Den Demonstranten ist das jedoch nicht genug.

Auch in dieser Woche kommt Nicaragua nicht zur Ruhe: Zehntausende Menschen gehen auf die Straße, schwenken Flaggen und singen die Nationalhymne. Slogans gegen die Regierung tönen durch die Straßen der Hauptstadt Managua. Die Demonstranten fordern den Rücktritt von Staatschef Ortega. Und sie wollen ein Zeichen gegen das gewaltsame Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen Demonstranten setzen.

27 Tote bei Protesten gegen Rentenreform

Studenten, welche die Proteste anführten, kündigten am Montag an, so lange weiter zu demonstrieren, bis Staatschef Daniel Ortega und seine Stellvertreterin und Ehefrau Rosario Murillo zurücktreten. In einem Versuch, die Lage zu beruhigen, sagten Ortega und Murillo bei einer Pressekonferenz zu, die festgenommenen Demonstranten freizulassen, um "die Basis für einen Dialog zu schaffen".

Die Proteste hatten sich in der vergangenen Woche an einer geplanten Rentenreform entzündet, die Ortega am Sonntag jedoch zurückzog. Die Studenten kündigten daraufhin aber an, dies reiche nicht mehr aus. Sie forderten den Rücktritt Ortegas. Bei den Protesten wurden bislang mindestens 27 Menschen getötet.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres rief am Montag "alle Seiten" zur Zurückhaltung auf. Die Regierung forderte er auf, "die Menschenrechte aller Bürger sicherzustellen, insbesondere das Recht auf friedliche Versammlung und Meinungsfreiheit". Die USA forderten die Familien ihrer Diplomaten in dem lateinamerikanischen Land wegen der unsicheren Lage auf, Nicaragua zu verlassen.

fri AFP

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker