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Sechster Test: Nordkorea will offenbar zum Geburtstag des Gründers Atombombe zünden

Trotz Drohungen aus dem Westen testet Nordkorea möglicherweise die nächste Atombombe. Auf dem Testgelände seien die Vorbereitungen abgeschlossen, meldet die Nordkorea-Analysestelle "38 North". 

Raketentest Nordkorea

Nordkoreanischer Raketentest im Oktober 2016

Der 15. April ist einer der höchsten Feiertage in Nordkorea. Es ist der Geburtstag des Staatsgründers und "ewigen Präsidenten" Kim Il Sung. Dieses Jahr, zum 105., plant die Diktatur womöglich ein besonderes Geschenk: den sechsten Atombomben-Test. Laut der Organisation "38 North", die die spärlichen Informationen aus dem abgeschotteten Land analysiert, sollen die nötigen Vorbereitungen auf dem Testgelände Punggye Ri nahezu abgeschlossen sein. Satellitenbilder legten den Schluss nahe, dass in den vergangenen sechs Wochen die letzten Vorbereitungen für einen Test getroffen wurden, sagte ein "38 North"-Experte dem US-Sender CNN.

Nordkoreas letzter Test war vor acht Monaten

Zuletzt hatte das Regime im September vergangenen Jahres eine Atombombe getestet. Anfang 2016 vermeldete das Land, im Besitz einer Wasserstoffbombe zu sein. Seit mehr als zehn Jahren verhängt der UN-Sicherheitsrat wegen der Atom-und Raketentests Sanktionen gegen die Regierung in Pjöngjang. In den vergangenen Wochen haben die Spannungen zwischen dem isolierten kommunistischen Nordkorea und den USA noch zugenommen. Nach mehreren nordkoreanischen Raketentests entsandten die USA einen Flottenverband mit dem Flugzeugträger "USS Carl Vinson" in die Region. Als Reaktion verschärfte Nordkorea zuletzt den Ton und drohte mit "härtesten Gegenmaßnahmen gegen die Provokateure".

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Nordkorea investiert große Ressourcen in das Atomwaffenprogramm, dass das Land als eine Art Lebensversicherung betrachtet. Auch China als einziger Verbündeter der Diktatur sieht sich nicht in der Lage, die nuklearen Ambitionen des bettelarmen Staats zu unterbinden. Zuletzt hatte die Regierung in China die Kohlelieferungen aus Nordkorea zurückgeschickt, und dem Land damit eine wichtige Einnahmequelle verweigert. US-Präsident Donald Trump drängt die Regierung in Peking dazu, ihren Einfluss auf Machthaber Kim Jong Un zu verstärken. Ansonsten würde die USA allein gegen Nordkorea vorgehen, so Trump.


nik
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