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Obama warnt Assad-Regime "Niemand legt sich mit unserer Botschaft an"


Die USA erhöhen den Druck auf Syrien: Nach Außenministerin Clinton reagierte nun auch Präsident Obama mit scharfen Worten auf den Angriff auf die US-Botschaft in Damaskus. Zudem warf Obama dem Regime Assad einen "inakzeptablen Grad an Brutalität" vor.

Nach dem Angriff auf die US-Botschaft in Syrien hat Präsident Barack Obama eine deutliche Warnung an die Führung in Damaskus gerichtet. "Wir haben sicherlich eine klare Botschaft gesendet, dass sich niemand mit unserer Botschaft anlegt", sagte Obama dem TV-Sender CBS mit Blick auf die Reaktion von Marines auf die Attacke. "Wir werden alle nötigen Schritte unternehmen, um unsere Botschaft zu schützen."

Aufgebrachte Anhänger Assads hatten am Montag in Damaskus die Botschaften der USA und Frankreichs angegriffen und damit gegen den Besuch der beiden Botschafter in der Protesthochburg Hama vor wenigen Tagen demonstriert. US-Soldaten hatten die Angreifer abgeblockt.

Obama verurteilte zudem das Vorgehen des Regimes von Präsident Baschar al-Assad gegen das eigene Volk: Er warf der syrischen Führung einen "inakzeptablen Grad an Brutalität" vor. Assad habe immer wieder die Möglichkeit für Reformen verpasst. Zuvor hatte bereits Außenministerin Hillary Clinton Präsident Assad das Recht abgesprochen, sein Land zu führen und dem Diktator den Sturz vorausgesagt.

Seit Mitte März fordern Regierungsgegner in Syrien die Absetzung von Assad. Die Staatsmacht in Damaskus geht mit aller Härte gegen die Protestbewegung vor. Nach Angaben von Menschenrechtlern wurden bereits mehr als 1300 Zivilisten getötet, rund 12.000 weitere wurden festgenommen.

mad/AFP/DPA DPA

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