Obama will Dalai Lama treffen China verschärft Warnung an die USA


Die chinesische Regierung hat ihre Warnung an US-Präsident Barack Obama vor einem Treffen mit dem Dalai Lama in scharfer Form bekräftigt.

Die chinesische Regierung hat ihre Warnung an US-Präsident Barack Obama vor einem Treffen mit dem Dalai Lama in scharfer Form bekräftigt. China sei "entschieden dagegen", dass Vertreter der US-Führung mit dem geistlichen Oberhaupt der Tibeter in welcher Form auch immer zusammenträfen, erklärte der Sprecher des Außenministeriums in Peking, Ma Zhaoxu, am Mittwoch. "Wir dringen gegenüber der US-Seite darauf, die hohe Sensibilität des Tibet-Themas klar anzuerkennen und die damit verbundenen Aspekte vorsichtig und angemessen zu behandeln, um weiteren Schaden für die Verbindungen zwischen China und den USA zu vermeiden", hieß es in der Erklärung.

Obamas Sprecher Bill Burton hatte am Dienstag gesagt, der US-Präsident halte an seinem Vorhaben fest, den Dalai Lama zu treffen. Dieser sei ein "international geachteter religiöser und kultureller Führer" und in dieser Eigenschaft werde Obama mit ihm sprechen. Der Dalai Lama will am 16. Februar für zehn Tage in die USA reisen. Obama war im November in seiner Heimat kritisiert worden, weil er vor seiner ersten Reise nach Peking nicht mit dem Dalai Lama zusammengetroffen war. Der Dalai Lama fordert für Tibet eine weitreichende Autonomie, Peking lehnt dies entschieden ab.

Die Beziehungen zwischen China und den USA sind derzeit angespannt, weil Washington am Wochenende ein Rüstungsgeschäft mit Taiwan angekündigt hatte. Peking setzte daraufhin die militärische Zusammenarbeit mit Washington aus und kündigte Sanktionen gegen die an dem Geschäft beteiligten US-Firmen an. China betrachtet die dem Festland vorgelagerte Insel Taiwan als abtrünnige Provinz und strebt eine Wiedervereinigung zu seinen Bedingungen an.

AFP AFP

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