Rüstungsverkäufe an Taiwan China friert Militäraustausch mit den USA ein


Zum Ärger Chinas hat die US-Regierung dem Kongress Rüstungsverkäufe an Taiwan im Wert von bis zu 6,4 Milliarden Dollar vorgeschlagen. Als Reaktion hat die chinesische Regierung angekündigt, die militärischen Kontakte zu Washington einzufrieren.

Aus Protest gegen die geplanten Waffenverkäufe der USA an Taiwan friert China die militärischen Kontakte zu Washington ein. "China hat beschlossen, die geplanten gegenseitigen Besuche der chinesischen US-Streitkräfte abzusagen, als Reaktion auf die Pläne Washingtons zum Verkauf von Waffen im Wert von etwa 6,4 Milliarden Dollar an Taiwan", meldete die Staatsagentur Xinhua am Samstag.

Zuvor schon hatte Peking gegen den Waffendeal protestiert. Ein solches Geschäft würde den Beziehungen "schweren Schaden zufügen", hieß es in einer am Samstag in Peking verbreiteten Erklärung von Vizeaußenminister He Yafei, die auch dem US-Botschafter in China übermittelt wurde. Das geplante Waffengeschäft werde "negative Auswirkungen auf vielen wichtigen Gebieten des Austauschs und der Zusammenarbeit beider Länder" haben.

China hatte nach einem ähnlichen Waffengeschäft zwischen Washington und Taiwan 2008 die militärischen Kontakte zum US-Militär vorübergehend eingefroren. Peking betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz.

Reuters/DPA DPA Reuters

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