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Ölembargo gegen den Iran: Ahmadinedschad nennt EU-Sanktionen "nutzlos"

Am Montag haben die EU-Außenminister ein Ölembargo gegen den Iran beschlossen - ein Vorgehen, was Präsident Ahmadinedschad als "nutzlos" bezeichnet. Seine Nation hätte solche Hürden bislang immer überwunden.

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat das Ölembargo der EU gegen sein Land als "nutzlos" abgetan. "Die Geschichte hat bislang gezeigt, dass die iranische Nation solche Hürden immer überwunden hat", sagte Ahmadinedschad nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Irna bei einer Rede in der zentraliranischen Stadt Rafsandschan am Donnerstag. "Die Sanktionen werden nutzlos sein." Die EU-Außenminister hatten am Montag ein Boykott von Öllieferungen aus dem Iran beschlossen, zudem wurden die Konten der iranischen Zentralbank eingefroren, um Teheran zum Nachgeben im Atomstreit zu zwingen.

Der Iran sei bereit, die internationalen Atomgespräche wieder aufzunehmen, sagte Ahmadinedschad weiter. Er warf der EU vor, Vorwände zu suchen, um die Verhandlungen nicht fortzusetzen. Der Iran hatte sich in der Vergangenheit immer wieder für die Wiederaufnahme der Verhandlungen ausgesprochen. Gleichzeitig aber lehnte das Land die zentrale Forderung der 5+1-Gruppe (die UN-Vetomächte USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien sowie Deutschland) ab, nämlich die Urananreicherung auszusetzen. Aus diesem Grund scheiterten auch die Gespräche vor einem Jahr in Istanbul. Sie wurden auf unbestimmte Zeit vertagt.

kgi/DPA / DPA
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