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Neue Regierung: Österreich will Südtirolern den Doppelpass anbieten

Österreichs neue Regierung hat die doppelte Staatsbürgerschaft für Südtiroler in ihrem Programm festgeschrieben. Für dieses Ziel riskiert Kanzler Sebastian Kurz gleich zu Beginn seiner Amtszeit Streit mit Italien.

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (m.) muss Italien noch von den Plänen zur doppelten Staatsbürgerschaft für Südtiroler überzeugen 

Österreichs neue rechts-konservative Regierung will ihr Regierungsprogramm scheinbar schnell umsetzen: Am 15. Dezember einigten sich die konservative Volkspartei (ÖVP) und die rechtspopulistische Freiheitliche Partei (FPÖ) auf eine Koalition, nun spricht Kanzler Sebastian Kurz bereits davon, Südtirolern die doppelte Staatsbürgerschaft anbieten zu wollen.

"Hände weg von Italien"

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, betonte Kurz nach einem Ministertreffen am Dienstag in Wien jedoch, das Vorhaben nur in Abstimmung mit der italienischen Regierung voranzutreiben. In Italien regierte die Politik teilweise sehr abwehrend auf das Vorhaben. "Hände weg von Italien" sagte etwa Giorgia Meloni, Chefin der rechten Oppositionspartei Fratelli d'Italia, so Reuters weiter.

Österreichs Regierung begründet den Vorstoß demnach damit, dass die Vergabe der doppelten Staatsbürgerschaft auch Wunsch der in Südtirol vertretenen Parteien sei. “Es hat eine überwiegende Mehrheit auch gegeben, die diesen Wunsch auch per Antrag an uns gerichtet haben”, sagte Vizekanzler Christian Strache.

fri