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Bei Fluchtversuch: Pakistanische Polizei erschießt Islamistenführer Ishaq

Mitglieder der Islamistengruppe Lashkar-e-Jhangvi versuchten ihrer Anführer Malik Ishaq während eines Gefangenentransports zu befreien. MIndestens 14 Menschen starben, sechs Polizisten wurden verletzt.

Der Islamistenführer Malik Ishaq ist tot

Der pakistanische Islamistenführer Malik Ishaq saß seit 1999 im Gefängnis und leitete von dort aus die radikale Gruppe Lashkar-e-Jhangvi

Der Anführer der radikalen Islamistengruppe Lashkar-e-Jhangvi in Pakistan, Malik Ishaq, ist bei Zusammenstößen mit der Polizei erschossen worden. Ishaq und 13 seiner Anhänger seien am Mittwochmorgen getötet worden, erklärte der Innenminister der östlichen Provinz Punjab, Shuja Khanzada. Nach Angaben der Polizei attackierten Unterstützer des am Samstag festgenommenen Islamistenführers einen Gefangenentransport, um Ishaq zu befreien.

Die Einsatzkräfte hätten das Feuer erwidert, sechs Polizisten seien verletzt worden. Unter den Getöteten seien auch zwei Söhne Ishaqs und drei weitere Islamisten, die sich ebenfalls in Polizeigewahrsam befanden.

Lashkar-e-Jhangvi bekennt sich zu einer Serie blutiger Anschläge auf Angehörige der schiitischen Minderheit. So wurden bei zwei Attacken in Quetta im Jahr 2013 fast 200 Menschen getötet. Ishaq gilt den USA als "internationaler Terrorist" und soll in viele Mordfälle verwickelt sein. Er soll zudem der Drahtzieher eines Angriffs auf Sri Lankas Cricketteam sein, bei dem im Jahr 2009 in Lahore acht Menschen getötet wurden.

Seine mit dem Terrornetz Al-Kaida verbundene Organisation ist für Tausende Anschläge in Pakistan in den vergangenen rund 20 Jahren verantwortlich. Er saß seit 1999 im Gefängnis und leitete von dort aus die Gruppe.

mka / AFP / DPA
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