Philippinen Opfer der Schlammlawine fliehen vor Taifun


Eine Woche nach den verheerenden Schlammlawinen am Vulkan Mayon auf den Philippinen sind die Überlebenden erneut von einem Taifun heimgesucht worden. Mehrere zehntausend Menschen mussten aus ihren Dörfern flüchten.

Auf den Philippinen sind Zehntausende Menschen vor dem Taifun "Utor" geflohen. Die Bewohner der Küstenregionen und niedrig gelegener Gebiete verbrachten die Nacht zu Sonntag zumeist in Notunterkünften. Der Taifun fegte mit Sturmböen von etwa 120 Kilometern pro Stunde über die Inseln Samar und Masbate. Dem Katastrophenschutzamt zufolge kamen drei Menschen ums Leben. Einzelheiten zu den Todesfällen nannte die Behörde nicht. Allein in der Provinz Albay wurden 76.000 Einwohner vor dem Sturm in Sicherheit gebracht. Dort hatte der Taifun "Durain" erst in der Vorwoche Schlammlawinen ausgelöst, durch die möglicherweise mehr als 1000 Menschen starben.

Es wurde erwartet, dass "Utor" in den folgenden 48 Stunden Kurs auf Nordvietnam oder Südchina und Hongkong nehmen könnte. "Wir rechnen damit, dass der Taifun auf seinem Weg über das südchinesische Meer an Stärke zunimmt", sagte Nathaniel Cruz vom staatlichen Wetteramt. Nach einer anderen Einschätzung könnte er sich sogar zu einem „Super-Taifun“ der Kategorie fünf entwickeln und dann Windgeschwindigkeit von mehr als 250 Kilometer in der Stunde erreichen.

Am Freitag hatte die philippinische Regierung wegen des Taifuns einen Gipfel der Vereinigung südostasiatischer Länder (Asean) verschoben. Alle Treffen der Staats- und Regierungschefs wurden abgesagt.

DPA/Reuters DPA Reuters

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