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Schwarzenegger in Kopenhagen: Ex-Terminator muntert Klima-Deligierte auf

Der Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, zeigte bei seinem Besuch in Kopenhagen Zuversicht. Selbst wenn der Klimagipfel keine konkreten Ergebnisse bringe, sei er eine Chance die Welt mit anderen Augen zu sehen.

Arnold Schwarzenegger hat viel Optimismus aus seinem sonnigen Kalifornien zum Klimagipfel ins kalte Kopenhagen mitgebracht. Engagiert, gut gelaunt und mit erfrischender Selbstironie verbreitete der 62-jährige US-Gouverneur am Dienstag Zuversicht für den Kampf gegen die Klimakatastrophe - egal, ob 115 Staats- und Regierungschefs am Freitag ein gutes Klimaschutzabkommen zustande bekommen oder nicht.

"Eins steht schon jetzt fest: Kopenhagen gibt uns wieder die Chance, die Welt mit anderen Augen zu betrachten", rief der gebürtige Österreicher, Ex-Bodybuilder und Hollywoodstar in einem bis auf den letzten Platz gefüllten Saal aus. Auch wenn die 115 Staats- und Regierungschefs am Freitag kein weitgehendes Klimaschutzabkommen erreichen, werde die weltweite Bewegung für weniger Treibhausgase weitergehen: "Bald werden die Menschen mit ihren eigenen Initiativen die nationalen Regierungen mit ihren Regulierungen überholen."

Das munterte etliche der nach anderthalb Wochen Klima- Verhandlungen schon etwas müde und grau wirkenden Delegierten sichtlich auf. Oder sie freuten sich einfach über diese "Star- Quality" im sonstigen Reden-Marathon von Ministern und Experten. Die Lacher hatte "Arnie" auf seiner Seite, als er nach einer schon fast peinlichen Lobrede auf seine Vorreiterrolle in der US-Umweltpolitik antwortete: "Danke, danke. Genau die Worte, die ich dir aufgeschrieben hatte."

Verblüfft hörte das Publikum, wie Schwarzenegger mit ähnlichen Inhalten wie US-Präsident Barack Obama und fast auch mit dessen rhetorischer Kraft Basisbewegungen als entscheidend für den Klimaschutz heraushob. "Ich glaube an die Kraft von Wissenschaftlern, Umweltschützern, Geschäftsleuten und allen anderen aktiven Individuen", rief der Ex-Schauspieler aus und berief sich auf Gewerkschaften, Frauenbewegung und die Proteste gegen den US-Krieg in Vietnam als Vorbilder für eine Klimabewegung.

Thomas Borchert/DPA / DPA