SERIENKILLER Neuer Todesschuss bei Washington


Im Großraum Washington ist ein neuer Mord passiert, der nach ersten Eindrücken die Handschrift des unheimlichen Heckenschützen trägt.

Im Großraum Washington ist am Mittwochabend ein neuer Mord passiert, der nach ersten Eindrücken die Handschrift des unheimlichen Heckenschützen trägt. Die Polizei in Manassas nahm nach eigenen Angaben umgehend Kontakt zu den Kollegen auf, die den Mörder seit einer Woche jagen.

Noch unklar, ob dieselbe Waffe benutzt wurde

Der jüngste Mord ereignete sich an einer Tankstelle in der kleinen Gemeinde westlich von Washington. Ein Mann wurde beim Betanken seines Wagens erschossen. Nach Polizeiangaben sahen Augenzeugen einen weißen Kleinlaster. Nach einem solchen Auto war bereits vergangene Woche gefahndet worden. Ob bei dem Mord eine Waffe desselben Kalibers benutzt wurde wie zuvor konnte die Polizei zunächst nicht sagen.

Belohnung von 300.000 Dollar

Der Heckenschütze hat bereits sechs Menschen auf dem Gewissen. Zwei seiner Opfer wurden ebenfalls am Tankstellen aus dem Hinterhalt erschossen. Zwei Angeschossene überlebten schwer verletzt, darunter ein 13-jähriger Junge. Auf die Ergreifung des Täters ist inzwischen eine Belohnung von mehr als 300.000 Dollar ausgesetzt.

Geistig verwirrter Waffennarr festgenommen

Die Polizei im Bezirk Montgomery, in dem fünf der sechs Opfer ums Leben kamen, hatte erst wenige Stunden zuvor die Festnahme eines Mannes mitgeteilt. Ein 38-Jähriger habe in seiner Wohnung nur wenige hundert Meter von mehreren Tatorten entfernt aus dem Fenster geschossen. Der Mann gelte als »geistig verwirrt«. Er sei der Polizei als Waffensammler bekannt gewesen und schon zu Beginn der Fahndung vernommen worden, hieß es. Die Polizei warnte sofort vor voreiligen Schlüssen. »Es ist viel zu früh, um zu sagen, ob die Festnahme mit unserem Fall zu tun hat«, sagte Polizeichef Charles Moose.

Tarotkarte mit Nachricht - eine heiße Spur?

Heißeste Spur auf den Mörder war bislang eine Tarot-Karte, die am Dienstag an einem der Tatorte gefunden worden war. »Lieber Polizist: Ich bin Gott«, war von Hand darauf geschrieben. Die Karte wurde in der Nähe der Schule gefunden, vor der der 13-Jährige am Montag angeschossen und schwer verletzt worden war. Ob die Karte tatsächlich von dem Täter stammt, war unklar. Sie wurde ebenso wie ein dort gefundenes Projektil im Labor auf Fingerabdrücke hin untersucht.

Kinder dürfen nicht auf den Schulhof

Die Schulen im Bezirk Montgomery nordwestlich von Washington, wo der Heckenschütze fünf der sechs tödlichen Schüsse abfeuerte, waren am Mittwoch wegen eines Ausbildungstags für die Lehrer geschlossen. Der Schulalltag sollte ungeachtet der Festnahme am Donnerstag unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen fortgesetzt werden. Die Polizei wollte wie in den vergangenen Tagen vor den meisten Schulgebäuden präsent sein. Kinder dürfen weiterhin in der Pause nicht auf den Schulhof und in den Klassen, die von außen einzusehen sind, werden die Jalousien runtergezogen.


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