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Syrisches Oppositionsbündnis Die Allianz der Assad-Gegner


Gemeinsam sind sie stärker: Das neu gegründete Oppositionsbündnis in Syrien versucht mit aller Kraft, gegen das Assad-Regime vorzugehen - und bekommt Unterstützung von der Arabischen Liga.

Die "Nationale Koalition der syrischen Kräfte der Revolution und Opposition" ist ein Zusammenschluss verschiedener Aktivisten. Die stärkste Fraktion stellt mit 22 von etwa 60 Sitzen der in Istanbul gegründete Syrische Nationalrat SNC. Dem Gremium der Exil-Syrier gehören die Muslimbruderschaft an sowie unabhängige Christen, kurdische Parteien und einige wenige junge Revolutionäre.

Starke Gruppen in der neuen Plattform bilden auch die Revolutionskomitees und die Nationalisten. Vertreter haben ferner die Kurden und die Turkmenen entsandt. Sozialisten, Wissenschaftler, Stämme in Syrien sind ebenfalls mit Repräsentanten vertreten.

Geführt wird die neue Plattform von Aktivisten, die zusammen für ein breites Spektrum der Opposition stehen: Den Vorsitz hat der islamische Prediger Ahmed Muas al Chatib übernommen. Der ehemalige Imam der Omajjaden-Moschee in Damaskus gilt als moderat und kann als Anhänger der sunnitischen Glaubensrichtung sowohl die Muslimbrüder vertreten als auch liberale Aktivisten.

Menschenrechtsaktivistin Suhair al Attas mit dabei

eine Stellvertreter sind der Dissident Riad Seif und #link;http://carnegie-mec.org/publications/?fa=48619;die Menschenrechtsaktivistin Suhair al Attasi#. Der ehemalige Industrielle und frühere parteilose Parlamentsabgeordnete Seif hatte schon 2001 die Initiative "Damaszener Frühling" begründet. Diese wollte zu einer Demokratisierung des diktatorischen Regimes unter Präsident Baschar al Assad beitragen. Die Behörden unterdrückten die Bewegung und Seifwurde zu einer fünfjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Nach seiner Freilassung 2006 setzte er sich weiter für Demokratie ein. Die neue Oppositionsplattform geht auf seine Initiative zurück.

Suhair al Attasi leitete zusammen mit anderen reformorientierten Kräften in den ersten Jahren der Herrschaft von Baschar al Assad einen politischen Salon. Er wurde von den Behörden geschlossen, weil seine Mitglieder zu einer Versöhnung mit der verbotenen Muslimbruderschaft aufriefen. Die Aktivistin, die aus einer einflussreichen Familie aus der Protesthochburg Homs stammt, gehörte 2011 zu den ersten Demonstranten, die sich in Damaskus auf die Straße wagten.

steh/DPA DPA

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